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Villingen-Schwenningen Die ganze Stadt singt "O du fröhliche"

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Im Haus Mönchweiler Straße 6 in Villingen sind das Evangelische Dekanat und Schuldekanat, das Johannesparramt, das Bezirkskantorat und das Verwaltungs- und Serviceamt untergebracht. Künftig sollen hier auch die Pfarramtssekretärinnen der Johannes-, Lukas-, Markus- und Paulus-Pfarrei ihren gemeinsamen Arbeitsplatz haben. Foto: Winkelmann-Klingsporn Foto: Schwarzwälder Bote

VS-Villingen (ewk). Die Mitgliederentwicklung, "Wir werden kleiner und älter", Baupläne zum Martin-Luther-Zentrum, die Organisation der Pfarramtssekretariate und Pläne für die Gestaltung der Weihnachtsgottesdienste standen auf der Tagesordnung der Sitzung des evangelischen Kirchengemeinderates Villingen nach der Sommerpause.

Auf allen Ebenen der badischen Landeskirche sinken in den letzten zehn Jahren die Mitgliederzahlen kontinuierlich. Der Kirchenbezirk Villingen verlor in diesem Zeitraum gut 5000 Mitglieder. In dieser bedenklichen Situation gab Dekan Wolfgang Rüter-Ebel die Zusicherung von Oberkirchenrat Wolimksi aus der badischen Kirchenleitung weiter: "Wir bleiben in der Fläche, machen aber nicht überall alles." Und dazu gelte es stabile Netzwerke zu knüpfen. Dank der guten Wirtschaftslage ist das Kirchensteueraufkommen stabil. Die meisten Ausgaben fallen in den Bereichen Gebäudeunterhaltung und Personal an. Auf Kirchenleitungsebene läuft bereits ein Ressourcensteuerungsprozess. Danach müssen im Baubereich alle Gebäude im Blick auf ihre langfristige Nutzung und Unterhaltung bewertet werden. In diese Schleife kommen auch alle Bauplanungen. Um die Neukonzeption für das Martin-Luther-Haus an der Wehrstraße noch rechtzeitig voranzubringen, hat der Kirchengemeinderat die Leitungsgruppe beauftragt, dem Oberkirchenrat jetzt die Grundsatzplanung und eine Machbarkeitsstudie vorzulegen. Pfarramtssekretärinnen erledigen nicht nur Verwaltungsaufgaben. Sie sind wichtige Ansprechpartner für die Gemeindeglieder. Um ihre Arbeit noch effizienter zu gestalten, sollen die Sekretärinnen der vier Stadtgemeinden Johannes, Lukas, Markus und Paulus ihren gemeinsamen Arbeitsort künftig da haben, wo die meisten Anfragen ankommen, in der Johannespfarrei im Martin-Luther-Zentrum an der Mönchweiler Straße 6. Damit wird ein weiterer Teil der Fusion der Stadtgemeinden realisiert.

Für die bevorstehenden Advents- und Weihnachtsgottesdienste gibt es in allen Pfarreien Überlegungen, auch unter Corona-Bedingungen mit den gebotenen Schutzmaßnahmen schöne Gottesdienste zu gestalten. Um möglichst vielen Gemeindegliedern die Möglichkeit zum Mitfeiern zu geben, werden die traditionellen Veranstaltungen am Samstagabend vor dem ersten Advent und am Heiligen Abend weitgehend im Freien stattfinden. In der Jakobus-Pfarrei plant Pfarrer Peter Krech für Dauchingen und Niedereschach Weihnachtsgottesdienste im Freien. In der Lukas-Pfarrei wird am ersten Advent nachmittags zu einem Angebot in neuer Form eingeladen. In der Markus-Pfarrei werden statt der traditionellen "Musik im Advent" Gottesdienste am Samstag und am Sonntag spätnachmittags angeboten. Zudem plant Pfarrer Udo Stober für Heiligabend eine Familien-Waldweihnacht im Spitalgarten. Die Matthäus-Pfarrei feiert, so Pfarrerin Bettina von Kienle, eine Waldweihnacht auf dem Parkplatz in Beckhofen. Dazu führen die Konfirmandeneltern ein Krippenspiel auf. Dekan Wolfgang Rüter-Ebel freut sich über diese ökumenische Vereinbarung: An Heiligabend werden in Villingen um 17.30 Uhr alle Glocken in der Stadt läuten. Zudem wird auf den Straßen der Innenstadt "O du fröhliche" gesungen. Pfarrer Oliver Uth informierte, dass an diesem Abend auch alle Kirchen geöffnet sein sollen.

Im Bereich der Kindertagesstätten wurde inzwischen das Petrus Familienzentrum auf den Weg gebracht. Mit der Einrichtung einer Kita-Info-App wird die direkte Kommunikation mit den Eltern sehr vereinfacht.

Mit der Stadt ist man derzeit in Verhandlung über die Höhe der Elternbeiträge. Besonders betroffen ist die Kirchenmusik von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Konzerte müssen abgesagt werden. Als Ersatz gibt es neue kleine Formate und damit auch Auftrittsmöglichkeiten und Vergütungen für die Musiker.

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