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Villingen-Schwenningen "Die Baar ist vom Bund geadelt worden"

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Von Felicitas Schück

Schwarzwald-Baar-Kreis. Einen Überblick über das Naturschutzgroßprojekt Baar gibt seit gestern die gleichnamige Ausstellung, die für 14 Tage im Foyer des Landratsamtes zu sehen ist.

Große Schautafeln und eine Reliefkarte informieren über das Projekt, das ein Finanzvolumen von sechs Millionen Euro umfasst und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird. 75 Prozent Förderung kommen vom Bund, 15 Prozent vom Land, erklärte der Erste Landesbeamte Joachim Gwinner, der die Wanderausstellung, die zum ersten Mal zu sehen ist, eröffnete.

"Das ist ein tolles Projekt, es gibt kaum etwas Vergleichbares,bei dem es eine so tolle Förderung gibt". Er sehe eine Chance für das Naturschutzprojekt im Sinne der Förderung des Klimaschutzes und des Tourismus.

"2015 hat gut begonnen, einige Schwarzwaldgemeinden wurden in die Leader-Förderung aufgenommen, nur die Baar ist etwas ins Hintertreffen geraten", so Gwinner. Mit der Wanderausstellung, die im Landkreis Tuttlingen und in zehn Kreisgemeinden gezeigt wird, soll die Baar wieder ins rechte Licht gerückt werden. Immerhin 40 Prozent der Kreisfläche sind im Naturschutzgroßprojekt. Mit 17 Kerngebieten und 5000 Hektar sei das Naturschutzgroßprojekt Baar halb so groß wie der Naturpark Schwarzwald mit 10 000 Hektar, verdeutlichte Gwinner zur Größenordnung. 3000 Hektar des betroffenen Gebietes sind Waldfläche, 2000 Hektar offene Fläche. "Sinn des Naturschutzgroßprojektes ist die Weiterentwicklung der einmaligen Kulturlandschaft auf der Baar mit zwei bedeutenden Quellflüssen, nämlich der Donau und dem Neckar." Die vielfältige Naturlandschaft der Baar, zum Beispiel die Moore, stehen im Blickpunkt. "Die Moore sind bedeutende CO2-Speicher", so Gwinner. Es sei wichtig für das Klima, die Moore zu erhalten. "Das Refugium auf der Baar sollte erhalten bleiben." Außerdem gelte die Baar als international bedeutendes Drehkreuz für den Biotopverbund. "Wir sind reich bestückt mit Fauna und Flora auf der Baar". Mit der Aufnahme als "chance.natur"-Projekt des Bundes sei die Baar geadelt worden. In sieben Jahren Vorarbeit seien die Dinge auf den Weg gebracht worden. "Das war nicht einfach, wir haben Widerstand in der Landwirtschaft gespürt", erklärte Gwinner. Er sei überzeugt, dass das Projekt zu einem guten Abschluss kommen werde. Im Juni 2014 wurde der Flächenentwicklungsplan mit einem Volumen von mehr als 600 000 Euro auf den Weg gebracht und der Hochschule Nürtingen übermittelt.

Die Kommunen, so der Erste Landesbeamte, hätten Vorteile: "Sie haben Ausgleichsflächen, wenn sie etwas vorhaben." Möglicherweise werde eine sozioökonomische Studie Landwirtschaft in Auftrag gegeben. Nach einem ersten Aktionstag zum Naturschutzprojekt in vergangenen Jahr soll ein weiterer Aktionstag dieses Jahr folgen.

Projektleiter Thomas Kring erläuterte, das zentrale Element der Ausstellung sei, das Projekt reliefhaft darzustellen. Dies geschieht mit einer großen Karte, über die sich Besucher Walter Klumpp fasziniert beugte. Neben Klumpp erschienen auch einige Kreisräte zur Ausstellungseröffnung.

 
 

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