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Villingen-Schwenningen "Der Vorschlag ist eine Unverschämtheit"

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Gerne schleppt Vorsitzende Helgina Zimmermann Nahrungsmittel für die Tafelläden des Trägervereins "Mach mit". Nicht aber falsch deklarierte Ware. "Wir geben nicht den Abfall der Gesellschaft weiter." Foto: Trenkle Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Wolfgang Trenkle Villingen-Schwenningen. Mit seinem Vorschlag, falsch deklarierte Nahrungsmittel mit Pferdefleisch an die Tafelläden zu verteilen, stieß Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) bundesweit auf sehr geteilte Meinungen. Die Tafel in der Doppelstadt ist eindeutig dagegen.

"Das ist eine Unverschämtheit und beweist eine völlig falsche Sicht auf die Tafeln und ihre Arbeit", so Helgina Zimmermann. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten bezieht die Vorsitzende des tragenden Fördervereins "Mach mit" eine klare Position. "Wir sind nicht dazu da, den Abfall der Gesellschaft weiterzugeben."

Die Tafelläden setzten sich zum Ziel, Menschen mit wenig Geld mit guten Nahrungsmitteln zu unterstützen. "Aber diese müssen dem allgemeinen Anspruch des ersten Marktes genügen", so Zimmermann. Was dort nicht mehr in Ordnung ist, könne auch in der Tafel nicht mehr herausgegeben werden.

Das findet sich auch im ersten Grundsatz des Landesverbandes der Tafeln in Baden-Württemberg. Dort heißt es: "Die Tafeln sammeln überschüssige Lebensmittel, die nach den gesetzlichen Bestimmungen noch verwertbar sind, und geben diese an Bedürftige ab." Wenn etwas in den Supermärkten von den Herstellern beispielsweise zurückgerufen werde, so gelte dies dann auch automatisch für die Tafeln, so Zimmermann.

Vielleicht habe sich der Entwicklungsminister auch nur ungeschickt ausgedrückt – trotzdem: Seine Sicht auf die Tafelläden sei offensichtlich eine völlig falsche. Dass man unrichtig deklarierte Waren den Tafeln nicht einfach zur Entsorgung zuschieben könne, habe etwas mit der Würde der dortigen Käufer zu tun. Diese Menschen seien schließlich nicht weniger wert als andere.

Seit Jahren haben die beiden Tafelläden in Villingen-Schwenningen und die drei Außenstellen in St. Georgen, Donaueschingen und Triberg des "Mach mit"-Vereins auch kein Fleisch mehr im Angebot. "Nicht, dass wir solches ablehnen, wenn es in Ordnung ist", erläutert Zimmermann, "aber die Supermärkte geben uns keines mehr." Seit einem bundesweiten Fleischskandal seien die Märkte vorsichtig geworden.

 
 

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