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Villingen-Schwenningen Bündnisgrüne mischen den Stadtrat auf

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Das Wahllokal nicht gefunden zu haben, galt nicht als Ausrede für Nichtwähler. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Gebannt sitzt auch Gunnar Frey vor seinem Laptop. Der "Sozi" starrt auf das Stimmen-Ping-Pong an dem Tag nach der Kommunalwahl und den Grünen Stimmen-Hammer, der auch VS trifft.

V illingen-Schwenningen. Was sich bereits am späten Vormittag abzeichnet, verfestigt sich bis zum frühen Abend. Die CDU muss herbe Verluste einstecken, die Bündnisgrünen sahnen ab und pendeln im Tagesverlauf zwischen einem Stimmenzuwachs von knapp neun und fast zehn Prozent. Wer an diesem Nachmittag die Tendenzen auf dem Schirm hat, der findet eine erste Erklärung für das Ausreißer-Ergebnis: "Die Friday-for-Future-Demonstrationen haben sicherlich eine Rolle gespielt, der Umweltschutz treibt die Menschen um, vor allem die jungen Wähler. Die Leute sind aufgewacht", meint eine Wählerin. Die anderen Parteien, allen voran die "Volksparteien", hatten Themen, "die keinen vom Hocker rissen".

Wie elektrisiert beobachten auch Geschäftsmann Gunnar Frey und einer seiner Kunden die neuesten Entwicklungen. "Obwohl ich ein Sozi bin", zolle er den Bündnisgrünen großen Respekt: "Die haben einen super Kommunalwahlkampf geführt", meint er. Sicher sind die mehr als viereinhalb Prozent Stimmenverlust für den eingefleischten Sozialdemokraten aus VS eine herbe Enttäuschung. Doch Frey sieht es pragmatisch: "Das hätte noch viel dicker kommen können", spielt er auf die erdrutschartigen Verluste der SPD bei den Europawahlen an.

Warum es für die SPD in VS nicht ganz so "dicke" kam? "Wir haben hier gute Leute", so Freys Analyse, um gleich auf erfreulichere Trends zu kommen. Vater und Sohn im Gemeinderat, das sei doch etwas. Und in der Tat hatte Jungpolitiker Nicola Schurr noch am späten Vormittag Bedenken, ob er es "wirklich" in den Gemeinderat schaffen würde. Doch wie sich schon bald herausstellte, gelang ihm ein erfolgreicher Start in das Gremium. Bemerkenswert mit Blick auf den gewählten Bewerberkreis: Der Frauenanteil ist gestiegen.

Liberale legen zu

Ebenfalls eine erstaunliche Entwicklung, die sich in VS abzeichnet: Auch in der Neckarstadt ist die SPD im Abwärtstrend. Das Ergebnis unterscheidet sich kaum noch von dem im Nachbarstadtbezirk Villingen. Zudem verblüffend: der relativ hohe Anteil an FDP-Wählern in der Arbeiter-Hochburg Schwenningen.

Das Stimmenbild bietet noch eine weitere für die Doppelstadt außergewöhnliche Konstellation. Die Bündnisgrünen sind den Christdemokraten auf den Fersen. "Das wird ganz schön spannend in unserem neuen Gemeinderat", meint ein Bürger. "Und nicht einfacher für unseren Oberbürgermeister."

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