Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Bei politischer Arbeit immer an ihrem Gewissen orientiert

Von
Gertrud Martin blickt am heutigen Freitag auf 80 Jahre zurück. Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Birgit Heinig

VS-Villingen. Sie mischt sich ein und kämpft seit Jahrzehnten für Familiengerechtigkeit und umweltgerechte Müllpolitik, für Abfallvermeidung und gegen Altersarmut. Heute wird Gertrud Martin 80 Jahre alt.

"Nachdem ich fünf Kinder großgezogen habe, ist die politische Arbeit zur ökologischen, sozialen und ökonomischen Zukunftssicherung für die nachwachsende Generation die logische Weiterführung meiner Lebensaufgabe", hat die Hauswirtschafts­meisterin vor mehr als 30 Jahren einmal gesagt, als sie damit begann, sich im Kreise der Freien Wähler (FW) für Kommunalpolitik einzusetzen. Ende der 1980er-Jahre war sie FW-Stadtverbandsvorsitzende und wurde 1990 als "das grüne Gewissen" in den Gemeinderat gewählt.

Bewerberin bei der Wahl

1992 trat sie zudem der Ökologisch-demokratischen Partei (ÖDP) Deutschlands bei und 1998 als Wahlkreisbewerberin zur Bundestagswahl an. Sie war als familienpolitische Sprecherin im ÖDP-Landesvorstand und leitete den Kreisverband. Inzwischen ist der allerdings in einen "Dornröschenschlaf" gefallen. "Wir sind zu alt und die Jungen interessieren sich nicht für unsere Themen", sagt Gertrud Martin heute.

Orientiert habe sie sich bei ihrer politischen Arbeit immer an ihrem Gewissen. Konsequenterweise kehrte sie den Freien Wählern 1997 daher den Rücken, nachdem ein Fraktionskollege Interna öffentlich gemacht hatte.

Familien- und Umweltpolitik waren und sind ihr Ding, auch wenn es inzwischen etwas ruhiger um die engagierte, aber stets bescheidene Kommunalpolitikerin geworden ist.

Bis heute wird Gertrud Martin nicht müde, Leserbriefe zu schreiben und dem Volk und seinen Vertretern ins Gewissen zu reden.

Auch ist sie nach wie vor im Verband "Familienarbeit" engagiert, der sich aus der Deutschen Hausfrauengewerkschaft gebildet hat. Sie setzt sich dafür ein, dass Haus- und Erwerbstätigkeit gleichgestellt werden, damit Chancengleichheit für Väter und Mütter herrschen kann und Haus- und Pflegearbeit nicht länger zu Abhängigkeit und Altersarmut führt.

Gertrud Martin gründete die Bürgerinitiative "Umweltgerechte Müllpolitik", rief die erste Gebrauchtwarenbörse "Verschenken statt wegwerfen" ins Leben und war Vorstandsmitglied des BUND. Heute kann sie im Kreise ihrer großen Familie und neben ihrem Mann Wolfgang, der wie sie stets politisch engagiert war und ihr stets den ­Rücken stärkte, ihren runden Geburtstag feiern und auf ein bewegtes Leben zurück­blicken.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.