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Villingen-Schwenningen Ärzte wünschen sich eine "Kultur des Friedens"

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Helmut Lohrer und Ernst-Ludwig Iskenius (von links), die beiden Organisatoren des Kongresses, wurden zum Abschluss frenetisch gefeiert. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

Villingen-Schwenningen (bn). "We shall overcome" – "wir werden es überwinden" – war die abschließende Botschaft des internationalen Kongresses zum globalen Kleinwaffenhandel, den die deutsche Selektion der internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) gestern Mittag in der Neuen Tonhalle zu Ende brachte.

"Wir haben viele neue Informationen erhalten und Eindruck hinterlassen", freute sich zum Abschluss Tagungspräsident Helmut Lohrer, Allgemeinmediziner aus Villingen, der am Schluss mit Dankbarkeit und Herzlichkeit überschüttet wurde. Jetzt wünsche er sich eine "Kultur des Wandels, eine Kultur des Friedens", woran die IPPNW auch weiterhin arbeiten müsse.

Für Ernst-Ludwig Iskenius, zusammen mit Lohrer Vor-Ort-Organisator des Kongresses, habe die Zusammenkunft von rund 300 Menschen aus aller Welt erneut gezeigt, "welche verheerenden Folgen die Überschwemmung der Länder mit Waffen hat, die eigentlich etwas ganz anderes brauchen, nämlich Frieden". "Wir müssen es schaffen, aus einer waffenproduzierenden Region eine friedvolle zu machen", so Iskenius.

In der letzten Plenarsitzung des Kongresses prangerte "Aktion Aufschrei"-Gründerin Christine Hoffmann noch einmal bundesgesetzliche Vorschriften an, die dazu verpflichten, ausgemusterte Kleinwaffen nicht etwa zu verschrotten, sondern "noch zu Geld zu machen". Dass die Waffenindustrie zudem nur durch Korruption existieren könne und abgeschafft gehöre, davon zeigte sich der Journalist und Autor Andrew Feinstein überzeugt.

"Sie haben unsere Stadt reich beschenkt", bedankte sich ein emotional sichtlich berührter Oberbürgermeister Rupert Kubon. Zu einem zu Herzen gehenden Abschied gestern Mittag trugen auch Schüler der Sprachheilschule bei, die vor einem selbst gestalteten Friedensplakat musizierten und es danach Helmut Lohrer schenkten.

Wie gefühlvoll und mit dem innigen Wunsch nach Frieden erfüllt die Kongressteilnehmer waren, zeigte sich auch am Samstagabend, als nach den zahlreichen Plenarsitzungen, Workshops und den "Horrorgeschichten"" aus den Krisengebieten entspannende Kultur angesagt war. Der Trossinger Kabarettist Frank Golischewski führte durch einen internationalen Abend mit afrikanischen Trommeln, Trossinger Mundharmonikas und den Klängen einer Band kongolesischer Flüchtlinge aus Straßburg. Einig im Herzen zeigten sich die Kongressteilnehmer an vielen Stellen des Abends, nicht nur beim dem Friedenssong "All we are saying, please give peace a chance", bei dem eine spontane Polonaise entstand.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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