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Villingen-Schwenningen Ab morgen gesucht: der beste Knaller weit und breit

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Die Karbatschen schlagenden Zünfte von Villingen-Schwenningen üben schon fleißig. Am Wochenende schlägt mit der Weltmeisterschaft ihre große Stunde. Foto: Foto: Menella

Villingen-Schwenningen - 300 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz, Italien und Österreich schlagen am Wochenende, 4. und 5. Mai, auf dem Gelände der Karl-Brachat-­Realschule am Villinger Benedidiktinerring um die Wette. Grund dafür ist die fünfte Karbatschen-Goaßl-Schnöller Weltmeisterschaft.

Einfach nur drauf los "peitschen" bringt gar nichts. Damit es richtig knallt, sind die richtige Technik und die richtige Dosis an Kraft und Ausdauer gefragt. Bis die Karbatschen richtig geschlagen werden, gehen oft Monate harten Übens voraus.

Während die Karbatsche in Villingen-Schwenningen eigentlich nur zur Fasnet Saison hat, wenn die Villinger Brigachblätzle, die Fleck-Fleck Villingen, die Schanzelzunft und die Schindelhansel-Zunft Villingen bei Fasnetumzügen um die Gunst der Zaungäste wetteifern, zählt das Karbatschen- oder Goaßl­schlagen sowie das Peitschen mit der Fuhrmannspeitsche – sie hat im Gegensatz zu den beiden anderen Sorten einen flexiblen Griff – andernorts fest zum Brauchtum.

Die Tradition der Karbatschen mit langem Griff findet man hauptsächlich in Tirol und Südtirol, wo es sogar eigene nationale Vereinigungen gibt, die jährlich Wettbewerbe durchführen. Dort setzte man die Goaßln nicht nur zum Viehtrieb ein, sondern auch, um sich zwischen weit auseinanderliegenden Almen zu verständigen. Sogar eine Art SOS-Signal gab es, aber auch ein simples gepeitschtes "das Essen ist fertig".

In Ungarn sowie im Walsertal setzte man die Karbatschen mit kurzem Griff im Viehtrieb ein. An anderen Orten, etwa in Pfullendorf, benutzte man die Karbatschen schon im Mittelalter als Munitions-Ersatz, als bei einer Belagerung die Munition ausgegangen war und man die Angreifer bis zum Eintreffen der eigenen Verstärkung hinhalten musste.

Heute schlägt man mit einer Karbatsche niemanden mehr in die Flucht, im Gegenteil: Man hofft darauf, dass am Wochenende ganz viele zum großen Festplatz am Benediktinerring pilgern und die ungewöhnliche Weltmeisterschaft, aber auch das große Angebot an den Verkaufs- und Verpflegungsständen nutzen. Spannung pur verspricht der Wettbewerb in verschiedensten Kategorien: Wer knallt am lautesten, welche Gruppe am besten synchron oder welcher Akteur gibt die schönste Choreographie in der Kunst-Kategorie zum Besten?

Weitere Informationen: Karbatschen-Goaßl-Schnöller Weltmeisterschaft am 4. und 5. Mai auf dem Gelände der Karl-Brachat-Realschule am Benediktinerring in Villingen.

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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