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Verkehrsverbund Kehrt das Kurzstreckenticket zurück?

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Für die kurzen Strecken im Netz des VVS zahlt man künftig vielleicht wieder weniger Foto: Kraufmann

Stuttgart - Sieben Jahre nach seiner Abschaffung soll der preisgünstigste Fahrschein im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) auch wieder in der S-Bahn gelten. Gleichzeitig soll dass Kurzstrecken-Ticket 2012 aber deutlich teurer werden.

Beim Thema Kurzstrecke steigt bei den Unternehmensvertretern im Verbund und bei den Volksvertretern im zuschüssegebenden Verband Region Stuttgart (VRS) regelmäßig der Blutdruck. "Das Umland ist benachteiligt. Das ist das letzte Jahr, in dem wir die Erhöhung so akzeptieren", kanzelte der frühere Landrat Bernhard Maier (Freie Wähler) die VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger und Horst Stammler im September 2010 ab. Der VRS-Verkehrsausschuss musste damals zähneknirschend den 2,5-prozentigen Preisaufschlag im VVS für 2011 hinnehmen. Bonbons gab es durchaus, zum Beispiel für die Senioren den Wegfall der 2007 von 8.30 auf 9 Uhr verlängerten Sperrzeit. Der war in der Aufsichtsratssitzung der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), dem dominierenden VVS-Unternehmensgesellschafter, handstreichartig durchgesetzt worden. S-Bahn-Nutzer aber fanden sich erneut nicht unter den Profiteuren.

"Nicht ewig der gleiche Preis"

Das soll sich 2012 ändern. Neben der vom Verbund in noch unbekanntem Ausmaß geplanten Preiserhöhung ist eine Strukturänderung in Aussicht. Das Kurzstreckenticket soll auch wieder in der S-Bahn und den Regionalzügen gelten. In Bus und Stadtbahn kommt man damit für einen Euro drei Haltestellen weit. In der S-Bahn soll es, weil die Stationen deutlich weiter auseinanderliegen, eine Haltestelle sein. Ausnahmen von dieser Regel sind, wie heute bei bestimmten Überland-Buslinien, programmiert. So dürfte das billigste Ticket zum Beispiel kaum die 2,50 Euro teure Zwei-Zonen-Karte zwischen den S-Bahn-Haltestellen Schwabstraße und Uni Vaihingen ersetzen.

Bei allen VVS-Partnern gibt man sich nach Maiers Wutausbruch konziliant. Auch die anderen Fraktionen im Verband drängen. "Es gibt eine echte Chance für die Kurzstrecke", sagt VRS-Direktor Jürgen Wurmthaler. Ein Ticket könne "nicht ewig den gleichen Preis haben". Da die Kurzstrecke nach sieben Jahren mit einem "Sprung" teurer werde, können auch die S-Bahn wieder einbezogen werden. Stammler und Hachenberger hatten ausgerechnet, dass allerdings selbst bei einem Aufschlag von heute einem auf 1,20 Euro wegen der S-Bahn-Mitnutzung ein Verlust von 650.000 Euro jährlich eingefahren werden würde.

"Wir haben zur Kurzstrecke fünf, sechs Ideen", gibt sich Horst Stammler verschlossen. Dazu gehört dem Vernehmen nach auch ein gesplitteter Tarif. In der S-Bahn könnte die Kurzstrecke dann 1,40 Euro, in Bussen und Stadtbahn 1,20 Euro kosten. Wurmthaler lehnt das ab. "Ein Ticket, ein Tarif, das ist der Charme des VVS", sagt er.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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