Beim Sulzer Firmenbesuch stellt Andreas Potschka der Stadtverwaltung und dem Handels- und Gewerbeverein sein Heizungs- und Sanitärunternehmen vor. In seinem Betrieb setzt er auf soziale Pluspunkte.
Mit seiner Technik sei ein Bad in 14 Tagen fertig, verrät Andreas Potschka. Denn im Sanitärbereich habe sich sein Betrieb auf fugenlose Wanderverkleidungen spezialisiert.
Eine komplette Badmontage kosteten zwar 3500 Euro, allerdings gäbe es viel weniger Arbeitsstunden. „Wenn Sie Ihr Bad fliesen lassen, werden Fliesenleger deutlich länger brauchen – wir sind damit nur einen Tag beschäftigt“, erklärt er beim Firmenbesuch von Stadtverwaltung und Handels- und Gewerbeverein.
Windgeschütztes Einladen
Momentan habe er fünf Mitarbeiter, die auf den jeweiligen Baustellen unterwegs seien. Allerdings sei er noch auf der Suche nach einem Azubi.
Dass es seinen Angestellten gut geht, ist Potschka ein Anliegen. So betont er, dass sie morgens beim Einladen der Materialien mit dem gesamten Wagen in die große Halle fahren können.
„Da sind sie vor Wind und Wetter geschützt und können auch noch einen Kaffee trinken“, erläutert er. Auch hätten sie einen eigenen Mitarbeiterraum, wo jeder am Computer seine eigenen Bauteile für die entsprechende Montage bestellen könne.
Mit sozialen Faktoren punkten
Neben einer Küche ist dort auch – obligatorisch für eine Sanitärfirma – ein Bad mit eigener Dusche zu finden.
„Als kleines Unternehmen müssen wir mit sozialen Faktoren punkten“, erläutert der Chef das Konzept. Denn da die Bezahlung in der Branche größtenteils sehr ähnlich seien, müsse man eben mit anderen Dingen hervorstechen.
Pizza und Grillabende
„Ich habe sogar einmal gefragt, wie es mit der Vier-Tage-Woche steht“, nennt Potschka ein weiteres Beispiel. Doch das sei in der Belegschaft gar nicht das große Thema gewesen.
Auch mache man neben der Arbeit ab und an gemeinsame Aktionen, wie einen Grillabend oder zusammen Pizza zu essen. So freut er sich, ein junges Team zwischen 23 und 48 Jahren zu haben, das hinter dem Betrieb stehe.
Azubi-Messe auch fürs Handwerk
Birgit Stiehle vom Handels- und Gewerbeverein empfiehlt zwecks der Azubi-Suche die Ausbildungsmesse KAZ, die Ende Oktober stattfinden wird.
Ihre Kollegin Gislinde Sachsenmaier schlägt vor, unterschiedliche Handwerksbetriebe könnten sich dort wechselseitig einen Stand teilen. So könne man die Vielfalt im Handwerk abbilden, müsse aber auch nicht einen ganzen Tag auf einen Mitarbeiter auf der Baustelle verzichten.
Und Bürgermeister Jens Keucher rät, wegen einem Schild am Eingang zum Industriegebiet einfach eine Mail an die Verwaltung zu schreiben.