Mehr als 180 Jahre ist die Familie Kobel schon im Schreiner- und Fensterbau-Handwerk aktiv. Das Unternehmen gehört damit zu den ältesten im Umkreis. Firmenchef Herbert Kobel hat es nun an seinen Sohn Steffen übergeben.
Firmenchef Herbert Kobel hat das Herrenzimmerner Familienunternehmen an der Bösinger Straße nun an seinen Sohn Steffen übergeben, der es damit in sechster Generation weiterführt.
Die Anfänge
Gegründet wurde es einst von Glasermeister Jakob Kobel. Wann genau, lässt sich heute nicht mehr zurückverfolgen. Das älteste noch vorhandene Dokument ist eine Original-Handwerkerrechnung aus dem Januar 1843.
Als Firmenchefs folgten im Laufe der Jahrzehnte Andreas Kobel (Glasermeister), Jakob Kobel (Glaser- und Schreinermeister) und Schreinermeister Gregor Kobel, der den Betrieb vor mehr als 30 Jahren an seinen Sohn Herbert übergab.
Dieser, ebenfalls Schreinermeister und inzwischen 67 Jahre alt, spezialisierte sich im Bereich Fensterbau und reagierte auf steigende Anforderungen in Sachen Qualität und Energieeffizienz mit einer stetigen Modernisierung des Maschinenparks.
Somit bietet das Unternehmen alles rund um das Thema Fenster, darunter Holz-, Alu- und Kunststofffenster beispielsweise – dazu hat der Betrieb eine eigene Holz/Holz-Alu-Fertigung – aber auch Haustüren, Wintergärten, Fassaden- und Dachverglasungen, Insektenschutz, Einbruchschutz, Jalousien und vieles mehr gehört zum Aufgabenbereich von Fensterbau Kobel.
Langjährige Mitarbeiter
Immer größeren Raum nehmen die Themen Smart Home, also die Möglichkeit, beispielsweise die Verdunklung per Smartphone zu steuern, und Energieeinsparung ein. Das Spektrum werde immer größer – und damit auch die Notwendigkeit, stets auf dem neuesten Stand zu sein.
Aktuell sei man weniger mit Neubauten, sondern mehr mit Fenster-Sanierungen beschäftigt. Was beim Kunden gerade gefragt sei, hänge meist stark von Faktoren wie Förderungen und Zuschüssen ab. Der acht Mann starke Betrieb, in dem auch Sohn Christoph mitarbeitet, sei gut ausgelastet, sagt Herbert Kobel zur Auftragslage. Der Fachkräftemangel trifft das Herrenzimmerner Unternehmen bisher nicht besonders.
Derzeit wird ein Glaser beziehungsweise Fensterbauer im Unternehmen ausgebildet. Von den weiteren Mitarbeitern sind die meisten bereits seit vielen Jahren Teil des Betriebs. „Wir freuen uns darüber, dass wir genügend gutes Personal haben, das größtenteils schon lange bei uns ist. Das spricht für ein gutes Betriebsklima“, meint Steffen Kobel.
Herbert Kobel hilft weiter mit
Der 34-Jährige hat nach seinem Abitur ein duales Studium zum Bauingenieur mit Fachrichtung Fenster- und Fassadentechnik absolviert. 2012 stieg er in den Familienbetrieb ein und machte nebenbei in Teilzeit den Betriebswirt. Nun tritt er in die Fußstapfen seines Vaters und führt damit die lange währende Erfolgsgeschichte weiter. Herbert Kobel wird vorerst weiterhin mithelfen.