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Unterkirnach Zum Glück reisen Berufstätige an

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Ingeborg Wimmer und Wolfgang Wimmer blicken auf 30 Jahre als Vermieter von Ferienwohnungen.Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder Bote

Unterkirnach. 30 Jahre Ferienwohnung im Löwengründle. Ingeborg und Wolfgang Wimmer sind vor 30 Jahren sozusagen "ins kalte Wasser gesprungen" als sie ihre Ferienwohnungen vermieteten. Das Haus, das sie im Löwengründle gebaut hatten, war noch nicht ganz fertig, hatte noch keine Haustür, aber die erste Familie bezog schon eine Ferienwohnung.

"Ich war schon immer spontan, mein Mann machte mit, wir beide haben lange Jahre Auslanderfahrung, das hilft, Entscheidungen zu treffen, mal ganz abgesehen von den Sprachkenntnissen, die wir erworben haben und jetzt nutzen können", erklärt sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ingeborg Wimmer wurde in Oberndorf geboren, wo sie aufwuchs und eine Ausbildung als Arzthelferin absolvierte. Im Alter von 21 Jahren packte sie ihre Koffer und flog nach Zaire (Kongo), wo sie in einem Krankenhaus drei Jahre arbeitete, diese Idee habe ihr schon immer im Kopf herumgespukt, erklärt sie und schwärmt heute noch von den tollen Erfahrungen, die sie gemacht hatte.

Zurück in Deutschland heiratete sie und ging mit ihrem Mann für ein Jahr nach Algerien, anschließend für drei Jahre nach Ecuador. 1989 zog das Ehepaar nach Unterkirnach, baute im Löwengründle und zog 1990 ein, zeitgleich mit der ersten vierköpfigen Gastfamilie, wie schon gesagt, ohne Haustür.

Erfahrung hatte Ingeborg Wimmer vorher schon zwei Jahre als Betriebsleiterin in der Hapimag Ferienanlage gesammelt. "1990 hatten wir schon vier Ferienwohnungen, jetzt nur noch drei, denn eine Wohnung ist fest vermietet", erklärt sie. Zwei Ferienwohnungen haben zwei Schlafzimmer, eine hat ein Schlafzimmer, zwei Wohnungen sind klassifiziert, die dritte sei in Arbeit, so Ingeborg Wimmer.

Früher seien viele Gäste drei Wochen geblieben, heute würden sie kürzer bleiben und auch kurzfristiger buchen, doch da habe sie sich schnell umgestellt, betont sie.

Im Frühjahr habe es wegen Corona viele Stornierungen gegeben, dann habe es sich eingependelt, in Ferienwohnungen sei man ja für sich und könne sich selbst versorgen, fährt sie fort. Jetzt trifft der Lockdown schon wieder die Gastgeber, doch da sie schon immer Gäste hatte, die aus beruflichen Gründen bei ihr wohnten, sei es nicht ganz so schlimm, meint sie.

Der idyllische Garten vom Ehepaar Wimmer ist sehr beliebt, früher hätten die Kinder oft mit ihren eigenen drei Kindern, als diese noch klein waren, gespielt, erzählt Ingeborg Wimmer.Ihr Mann, der in einem Industrieunternehmen arbeitete, sei jetzt im Ruhestand, erklärt sie, während er im Garten ein Vogelhäuschen aufstellt, das sofort von einigen Vögeln begutachtet wird. "Seit April haben wir drei Hühner, dafür mussten wir einen Bauantrag stellen", grinst sie, ihre Gäste seien begeistert.

Alles, was es in Unterkirnach an Neuerungen gab, habe sie mitgemacht, dazu gehört sie seit 20 Jahren zum "Chorus Mundi", leitet ihn seit 14 Jahren als Vorsitzende. "Wir wollten in diesem Jahr unser 20-jähriges Bestehen feiern, das war wohl nichts", bedauert sie und hofft auf das kommende Jahr. Ingeborg Wimmer wandert gerne, fährt Rad, gehört zum schwäbischen Albverein und war und ist schon immer sehr interessiert an der Kommunalpolitik. Als Zuhörerin macht sie im Gemeinderat oft unbequeme Ansagen: "Ich möchte eben manchmal verhindern, dass etwas schief läuft", meint sie trocken.

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