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Unterkirnach Die Statik für die Spielscheune ist von ihm

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Rolf Weißer (links) und sein Sohn Roman sind ein gutes Team in Unterkirnach. Foto: Schimkat Foto: Schwarzwälder Bote

Von Hella Schimkat

Unterkirnach. Als sich Rolf Weißer am ersten Januar 1990 als Bauingenieur und Statiker in seinem Büro am Ackerloch selbstständig machte, war er alleine, hatte gerade mal einen Schreibtisch, einen Stuhl und ein Zeichenbrett. Heute arbeiten in seinem Büro vier Ingenieure, ein Architekt, eine Sekretärin und fünf technische Zeichner. Seit Januar ist sein Sohn Roman in das Büro eingetreten und wird nach einigen Jahren das Ingenieurbüro übernehmen.

Sein Leben war bis heute von viel Arbeit geprägt, auch eine langwierige Krankheit hinderte ihn nicht daran, immer weiter zu machen, und nie aufzugeben. Geboren in Unterkirnach, besuchte Rolf Weißer die Roggenbachschule, anschließend die Wirtschaftsschule und das Wirtschaftsgymnasium in Villingen.

Er begann ein Studium als Wirtschaftsingenieur in Karlsruhe und merkte nach einigen Semestern, dass ihm das Studium des Bauingenieurwesens mehr zusagte. So stieg er um. Er arbeitete ein Jahr als Bauingenieur in Bremen und sollte von dort beruflich nach England wechseln, doch familiäre Gründe bewegten ihn, nach Unterkirnach zurückzukommen. Für die Bremer Firma arbeitete er in Baden Württemberg und im Grenzbereich Bayern. Das bedeutete ein permanentes Fahren im Auto, was ihm immer schwerer fiel. Er heiratete 1988, sein Sohn Roman wurde geboren. Rolf Weißer kündigte und machte sich am 1990 selbstständig. Es sei damals schwierig gewesen, Aufträge zu bekommen. Er habe gleichzeitig als Statiker gearbeitet und Bauanträge erarbeitet, erklärt er im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Seine ersten Aufträge für die Gemeinde seien die Statik für die Spielscheune und den Mühlentreff gewesen. Er bewarb sich um die statische Arbeit und Bauleitung für die Erweiterung des Aqualino und erhielt den Zuschlag. Gleichzeitig plante er Häuser inklusive Bauleitung und Statik für einen Bauträger aus der Region.

1991 hatte er schon das CAD Programm mit elektronischem Rechenprogramm. Alle Gebäude erstellte er schon in 3 D. 1992 stellte Weisser den ersten Mitarbeiter ein, 1994 zwei Zeichner und eine Sekretärin. Von 2004 bis 2014 setzte sich Weißer als Gemeinderat für die Belange der Bürger ein, im vergangenen Jahr wurde er wieder auf der Liste der CDU und Unabhängige Bürger in den Gemeinderat gewählt. Das neue Rathaus wurde in der Zeit von 2010 bis 2012 gebaut. Rolf Weißer war für die Statik und die Bauleitung zuständig und hatte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Sowohl der Untergrund wie auch die Hanglage erforderten zusätzliche Maßnahmen, wobei ihm die Kosten permanent im Nacken saßen. "2012 war ich psychisch und körperlich stark angeschlagen, wurde krank und erholte mich nur ganz langsam", betont er. Umso glücklicher zeigt er sich, dass sein Sohn Roman ihn unterstützt und einmal sein Büro übernehmen wird.

Auch Roman Weißer machte einen kleinen Umweg und studierte einige Semester Kunstgeschichte in Freiburg, bis er mehr und mehr seine Liebe zur Architektur entdeckte und in Konstanz Architektur studierte. Vor zwei Jahren habe er sein Studium beendet und sei seit Januar 2020 bei seinem Vater als Architekt im Praktikum angestellt, erzählt er. Das Büro ist in zwei Abteilungen eingeteilt: Architektur/Bauplanung und Technische Bereiche. "Zwei Jahre werde ich noch voll dabei sein, dann übergebe ich mein Lebenswerk an meinen Sohn", betont Rolf Weißer abschließend.

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