Rennräder werden Bilder, ein Kehraus und steinerne Schwergewichte – das Galerienhaus Stuttgart zeigt sich zum Finale vielfältig wie je. Und das ist noch lange nicht alles.
Das Galerienhaus Stuttgart hisst zum Finale noch einmal die Flagge der Vielfalt. Und das ist lange nicht alles.
Ehrung aus Bayern
Freude im Stuttgarter Kunsthaus Frölich: „Wir sind sehr stolz“, schreiben Gabriele und Utz Frölich, „und freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die von unserer Galerie vertretene Künstlerin Adidal Abou-Chamat den bayrischen Kulturpreis 2023 erhält.“ Am Donnerstag ist die außerordentliche Ehrung verliehen worden. Und die Deutschsyrerin Adidal Abou-Chamat unterstreicht noch in ihrem Dank den tiefen Ernst ihrer Fotoarbeiten, Zeichnungen und Installationen. „Mir geht es“, sagt Abou-Chamat, „um Identitätsmechanismen, deren Entstehung und auch, wie Diskriminierungs- und Ausgrenzungsmechanismen funktionieren.“
Spannung aus Gegenkräften
Rennräder, die wie Gemälde präsentiert werden (bei Hartmann Projects), ein Kehraus mit spontanen Terminen (bei Palmer) und Schwergewichte (bei Katrin und Marko Schacher) – das Galerienhaus Stuttgart zeigt sich zum Finale vielfältig wie je. „Gratwanderungen“ heißt die letzte Schau von Schachers in der Breitscheidstraße 48 mit Werken des Steinbildhauers Uli Gsell – natürlich sind damit zuvorderst die mit Architekturfragmenten spielenden Arbeiten Gsells gemeint. Zugleich trifft „Gratwanderungen“ das Geschehen im Galerienhaus ganz gut. Zu Jahresbeginn sieht man die Schachers in der Blumenstraße wieder, die Hartmanns in der Liststraße. Jürgen Palmer will sich auf seine künstlerische Arbeit konzentrieren.
Von hier aus
1951 in Stuttgart geboren, studierte Christoph M. Gais auch auf dem Weißenhof – Malerei bei K. R. H. Sonderborg. Seit Mitte der 1990er Jahre lebt Gais in Italien – für eine große Museumsschau ist er jetzt immer wieder einmal Gast in Deutschland. Im Museum Küppersmühle in Duisburg sind noch bis zum 26. November mehr als 80 Werke von Christoph M. Gais zu sehen.
Reinhold Würth im Film
„Wege der Kunst“ heißt ein Dokumentarfilm über den Unternehmer und Kunstsammler Reinhold Würth. Die Premiere findet am 24. November im Salzburger Festspielhaus statt. „Der Film“, lässt die Produktionsfirma Solidshot Film Productions wissen, „gewährt intime Einblicke in Würths Kunstengagement, beleuchtet seine tiefgreifenden Beziehungen zu Künstler/-innen, Freunden und Wegbegleitern und zeichnet seinen Weg nach, wie er zu einer prägenden Figur in der Welt der Kunst wurde.“