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Unfallstrecke B 462 Was bringt der neue Warn-Mittelstreifen bei Dunningen?

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Auf der Bundesstraße bei Dunningen und am Hochwald gibt es jetzt neue Markierungen. Foto: Otto

Nach dem jüngsten schweren Unfall auf der B 462 ist nun zwischen Dunningen und Zimmern auf zwei Abschnitten eine neue Mittelmarkierung aufgebracht worden. Sie soll den Autofahrer aufmerksam machen, falls er aus Unachtsamkeit auf die Gegenfahrbahn fährt. Wie sich in unserem Praxistest (auf leerer Strecke) zeigt, surrt es allerdings ziemlich dezent. Einzelheiten lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Kreis Rottweil - Um mit dem Positiven zu beginnen: Schon kurz nachdem das Landratsamt angekündigt hatte, mit einer neuen Markierung auf die erschreckenden Unfallzahlen reagieren zu wollen, schritt das Straßenbauamt zur Tat. Auf einem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Dunningen-Mitte und -Ost sowie in Richtung Zimmern am Hochwald wurden die neuen Markierungen aufgebracht. Ein besonderes Agglomerat sorgt für Erhebungen, die einen "deutlicheren Wahrnehmungseffekt" verursachen sollen.

Kein spezieller Schwerpunkt

"Wir haben uns intensiv Gedanken zu der Situation gemacht", so Joachim Hilser vom Straßenbauamt. Bei der Strecke sei das Problem, dass es eben nicht einen Schwerpunkt-Unfallort gibt, wie beispielsweise die gefährliche Kurve zwischen Sulgen und Schramberg, die man dann entsprechend beschildert und mit Warnlichtern versehen hat. Auch gefährliches Überholen und Rasen sei nicht die Hauptursache der schweren Unfälle bei Dunningen, erinnert er. Klar sei dagegen, dass viele Unfälle wohl durch Unachtsamkeit oder Ablenkung passiert sind. "Wir habe verschiedene Lösungen in Betracht gezogen und wollen nun mit dieser anderen Art der Markierung einen Versuch machen", so Hilser.

Einen Überblick über die Unfälle aus der gefährlichen Strecke gibt es im Video:

Eine Fachfirma hat nicht nur die aus vielen erhobenen Punkten bestehende Markierung aufgebracht, die Streifen wurden zudem enger gesetzt, um auch einen optischen Effekt zu erzielen.

Es gelte nun zu testen, ob die Autofahrer den Effekt wahrnehmen. Man wolle die Strecke auch von Seiten des Straßenbauamts immer wieder befahren, um dies zu prüfen, so Hilser.

Der Test

Wir haben selbst den Test gemacht: Zu nächtlicher Stunde bietet sich die Gelegenheit, auf dem leeren Abschnitt vorsichtig mehrfach über die neue Mittelmarkierung zu fahren. Überraschung: Es tut sich nicht wirklich etwas Merkbares. Das mag an der Musik im Auto liegen. Das Radio wird ausgeschaltet, es ist Stille, dann hört man’s: Es surrt. Anders und deutlicher als bei "normalen" Mittelstreifen. Ob das ein "Hallo-wach-Effekt" ist, wie wir etwas zu euphorisch angekündigt haben, ist freilich fraglich.

Warum kein richtiger "Rüttelstreifen"? Dafür gibt es gute Gründe, wie Joachim Hilser ausführt. Ein solcher Streifen könne nur bei komplett durchgezogener Linie realisiert werden. Und von einem Überholverbot auf der ganzen Strecke sehe man ab. Dies erhöhe den "Überholdruck", womit man womöglich – da wo das Verbot dann aufgehoben wird – einen Unfallschwerpunkt hervorrufe.

Grundsätzlich herrsche auf der B 462 unheimlich viel Verkehr: 20.000 Fahrzeuge rauschen in 24 Stunden durch. "Da kommt eigentlich immer einer entgegen", so Hilser. Die nun aufgebrachte Markierung sei ein Versuch, man hoffe, sie hilft.

Punkte contra Schneepflug

Nach dem Winter gilt es laut Hilser dann ohnehin zu schauen, wie die weißen Punkte die Überfahrt der großen Schneeräumfahrzeuge überstanden haben.

Letztendlich muss weiterhin gelten: beim Autofahren aufmerksam sein – auch oder erst recht auf der B 462.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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