Bürgermeister Ralf Pahlow verabschiedet Barbara Groh in den Ruhestand. Foto: Bieberstein Foto: Schwarzwälder Bote

Abschied: Außenstellenleiterin Barbara Groh geht in Ruhestand / Teils über 60 Kurse pro Jahr organisiert

Von Erich Bieberstein

Nach 33 Jahren Volkshochschuldienst wird Barbara Groh Ende August ihren Abschied nehmen. Im Teinosaal in Tuningen wurde sie feierlich von Bürgermeister Ralf Pahlow wie auch von Ina Schweizer, Leiterin der VHS, verabschiedet.

Tuningen. Die Tuninger Außenstelle der Volkshochschule Villingen-Schwenningen hat sich unter den Fittichen von Barbara Groh über Jahrzehnte hervorragend entwickelt, und Dank ihres Engagements wurde diese zu einer Bildungseinrichtung mit Tradition geformt, so Bürgermeister Ralf Pahlow.

Während in den anderen Umlandgemeinden das VHS-Angebot sehr bescheiden ist, so sind in Tuningen teils über 60 Kurse im Jahr im Programm. Pahlow erinnerte an eine Veröffentlichung von 2003, als auf dem Kursprogramm sogar ein Lehrgang mit dem Umgang bei einer Reifenpanne stand.

Vielfalt des Angebots macht über die Jahre den entsprechenden Unterschied

Die Vielfalt des Tuninger Angebots machte über die Jahre den entsprechenden Unterschied. Ob Vogelkunde, Garten, Wind und Wasser, Töpfern aber auch der Umgang mit Internet und Handy, es war für alle Interessierten stets etwas Besonderes dabei und viele Kursteilnehmer zählen über die Jahre zu den Stammgästen. "Sie haben über die Jahrzehnte mit der VHS alles richtig gemacht und ohne Ihr Engagement hätte das vermutlich in dieser Form nicht funktioniert", lobte Pahlow die Arbeit Grohs. Er hofft nun auf eine neue Leiterin mit vergleichbarer Leidenschaft und gleicher Qualität, wissend jedoch das dann schwierig sein kann.

Ina Schweizer vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport und Leiterin der VHS Villingen-Schwenningen verabschiedete Barbara Groh sichtlich mit Wehmut. Die Außenstelle habe sich über die Jahre prächtig entwickelt, und Groh habe es verstanden, immer wieder neue Ideen umzusetzen. Dank einer guten Vernetzung in der Gemeinde habe sie auch immer wieder neue Bedarfe erkannt und aufgenommen. Selbst ein Tuninger Spielplatz wurde in einem VHS-Kurs geplant und dann von der Gemeinde auch entsprechend umgesetzt.

In ihrer Abschiedsrede Dankte Barbara Groh ihren Kollegen aber auch der Gemeinde für die gute Unterstützung. Über die vielen Jahre fühlte sie immer wieder "Ich bin die VHS" – und das habe sie mit viel Leidenschaft auch gelebt.

Das Programmangebot hat sich ständig verändert. So waren zu Beginn noch Kurse mit Vollwertkost gefragt, diese änderten sich dann über Pralinenkurse bis zur gesunden Ernährung. Stolz ist sie auch, dass man etlichen Hobbykünstlern über die Plattform VHS die Möglichkeit gegeben hat, die selbst geschaffenen Werke der Bevölkerung zu präsentieren.

Barbara Groh wird der VHS jedoch nicht vollständig verloren gehen, zumindest das regelmäßige Sprachcafé wird von ihr weitergeführt. Allerdings wird sie sich bei anderen Kursen höchstens noch als Teilnehmer anmelden, ansonsten steht ihr wohlverdienter Ruhestand jetzt im Mittelpunkt.

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