Das Hinspiel gewann die TSG Balingen gegen den FC Bayern Alzenau mit 2:1. Kaan Akkaya erzielte das 2:0. Nun peilen die Eyachstädter auch in Unterfranken einen Dreier an. Foto: Kara

Ihre seit acht Partien währende Sieglos-Serie in der Regionalliga Südwest beenden wollen die Fußballer der TSG Balingen am morgigen Samstag im Gastspiel (14 Uhr) beim Tabellenvorletzten FC Bayern Alzenau.

In den vergangenen Wochen stimmte beim Team von TSG-Trainer Martin Braun die Leistung, es fehlte allerdings am Ertrag. So wie am vergangenen Wochenende, als die Eyachstädter dem Tabellenführer SC Freiburg II stark Paroli boten, am Ende aber dennoch ohne Punkte blieben. Denn der 33-jährige Freiburger Ex-Profi Johannes Flum war es, der mit einem satten Schuss zum 0:1 (79.) für die Entscheidung zugunsten der Gäste sorgte. "Das ist extrem schade, dass wir nicht einen Punkt mitgenommen haben, weil die Jungs, gemessen an unseren Möglichkeiten, ein extrem gutes Spiel gemacht haben", bilanzierte Trainer Braun nach der Partie.

Nach der zwölften Saisonniederlage ging es für Balingen runter auf Rang 13; vier Punkte beträgt noch der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Unterfranken sind Vorletzter

Viel prekärer ist die Lage beim samstäglichen Gegner FC Bayern Alzenau: Die Unterfranken sind Vorletzter, seit 14 Spielen ohne Dreier und haben bereits 14 Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Für beide Teams geht es nun darum, ihre Negativserien zu beenden.

Als richtungsweisend sieht Braun die Partie aber nicht. "Das ist ein Spiel, wie jedes andere auch. Wenn wir gewinnen geht es weiter; ebenso falls wir verlieren sollten", sagt der 52-Jährige, "bei einem Sieg haben wir noch nicht viel erreicht, und bei einer Niederlage ist auch noch nicht wahnsinnig viel passiert."

Für den Balinger Cheftrainer gilt die gleiche Prämisse wie auch in den Begegnungen zuvor. "Wir wollen nach Alzenau fahren, ein gutes Spiel machen und gewinnen." Basis für einen möglichen Erfolg bei den Unterfranken soll wieder eine starke Defensivleistung sein. "Die Jungs waren nicht nur gegen Freiburg akribisch und sehr diszipliniert. Sie haben es immer geschafft, dem Gegner wenige Möglichkeiten zu gestatten", sagt Braun. "Voran wir aber weiter arbeiten müssen, ist im Spiel nach vorne mehr Chancen zu erspielen und damit auch wieder mehr Tore zu erzielen. Wir müssen versuchen, Alzenau zu eigenen Fehlern zu zwingen."

Braun hält FCB für absolut konkurrenzfähig

Obwohl die Gastgeber mit dem Rücken zur Wand stehen und so lange ohne Sieg sind, hält Braun den FCB für absolut konkurrenzfähig. "Alzenau ist in einer ähnlichen Situation wie wir in der vergangenen Saison. Der FC hat nach dem Aufstieg den Klassenerhalt souverän geschafft. In dieser Saison haben sie etwas Pech. In vielen Partien fehlt nicht viel, um zu punkten. Alzenau macht vielleicht den einen oder anderen Fehler zu viel und hat auch das Pech, dass die manchmal glückliche Tore erzielen. Der Sieg in Freiburg und das Unentschieden in Elversberg zeigen, dass die Mannschaft mithalten kann. Der FC spielt mutig nach vorne und kreiert gefährliche Torchancen. Da heißt es, von Beginn an konzentriert zu sein."

Personell kann der Balinger Cheftrainer auf die gleichen Akteure wie zuletzt bauen. Weiterhin fehlen werden die langzeitverletzten Luca Kölsch und Kapitän Matthias Schmitz, sowie Ivan Cabraja, Tom Schiffel und Marcel Binanzer. Offen lässt Braun, ob er in Alzenau personelle Wechsel gegenüber dem Freiburg-Spiel vornehmen wird. "Die Jungs die zuletzt gespielt haben, haben alle sehr ordentliche Leistungen gezeigt. Deshalb werde ich erst mal prüfen, ob es Veränderungen geben wird", so der TSG-Trainer.

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