Marco Gaiser gab beim 1:0-Sieg gegen seinen Ex-Klub Homburg ein starkes Startelf-Comback nach sechsmonatiger Pause. Foto: Kara

Generalprobe geglückt: Rechtzeitig vor dem Halbfinale im WFV-Pokal am morgigen Dienstag bei den Stuttgarter Kickers hat die TSG Balingen ihre Sieglos-Serie in der Regionalliga Südwest mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Homburg beendet.

"Mann des Tages" in der Balinger Bizerba-Arena war Felix Heim, der den einzigen Treffer für die Gastgeber erzielte und dafür sorgte, dass die Mannschaft von TSG-Cheftrainer Martin Braun nach sechs Partien ohne Dreier endlich wieder ein Erfolgserlebnis bejubeln durfte.

43 Minuten waren gespielt, als die TSG sich den Ball im Mittelfeld erkämpfte und Jonas Fritschi mit einem feinen Pass von der linken Seite in die Tiefe Heim ins Szene setzte, der sich gut freigelaufen hatten und den Homburger Torhüter David Salfeld tunnelte: Drin das Ding, 1:0!

Dabei hatte sich das Team von Trainer Braun, der wie angekündigt, seine Mannschaft gleich auf fünf Positionen verändert hatte, in der Spielzeit zuvor auf eine konzentrierte Defensivarbeit beschränkt, mit dem Ziel, nach Ballgewinnen schnell nach vorne umzuschalten und Chancen zu kreieren: So wie in der sechsten Spielminute, als Leander Vochatzer den Ball erkämpfte und auf die rechte Seite zu Tobias Dierberger spielte, der den Ball vor das Tor passte, wo Mart Ristl das Leder fast ins eigene Netz befördert hätte; aber Keeper Salfeld verhinderte mit einer Fußparade Schlimmeres. Die Gäste aus dem Saarland indes hatten zwar mehr Ballbesitz und Spielanteile, vermochten aber gegen das gut organisierte Balinger Abwehr-Bollwerk nur wenig auszurichten. Dem Ex-Bundesligisten fehlte es an der Durchschlagskraft in der Offensive. Mehr als ein Schuss von Loris Weiß (9.), bei dem TSG-Keeper Julian Hauser zur Stelle war, sowie ein Kopfball von Ivan Sachanenko nach einer Ecke (30.), der drüber ging, und ein Schuss von Weiß aus fünf Metern, den er am langen Eck vorbei zog, brachte das Team von FC-Trainer Timo Wenzel nicht zustande.

Brenzlig wurde es in der Nachspielzeit

Der Homburger Coach reagierte in der Pause und brachte zur zweiten Halbzeit gleich drei Neue. Am Spielverlauf änderte sich dadurch aber nichts. Homburg blieb zwar überlegen, fand aber keine spielerischen Lösungen gegen die gut gestaffelte und diszipliniert agierende Fünferkette der Gastgeber. So waren die Gäste vor dem Balinger Strafraum zumeist mit ihrem Latein am Ende.

Vielmehr wäre der TSG sogar fast das 2:0 geglückt, als Ivan Cabraja einen Eckball vor das Homburger Tor schlug und Vochatzer den Ball direkt volley nahm; das Leder strich jedoch knapp über das FC-Gehäuse (73.).

Brenzlig wurde es für die TSG nur noch einmal in der Nachspielzeit, als Ristl querlegte zum eingewechselten Patrick Dulleck, der aus 16 Metern abzog; sein Schuss strich aber knapp am langen Pfosten vorbei (90.+3). Danach war Schluss, und der erste Balinger Heimsieg seit Mitte Januar – den letzten Heim-Dreier gab es beim 2:0 gegen den KSV Hessen Kassel – war perfekt. Damit konnten die Eyachstädter Selbstvertrauen tanken, für das Halbfinale im WFV-Pokal am morgigen Dienstag (19 Uhr) beim Oberligisten SV Stuttgarter Kickers auf der Waldau.

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