Damit sein vierter Gedichtband rechtzeitig vor der Fastnacht in Triberg eintrifft, wirft Stein die dafür notwendigen Unterlagen für die Druckerei abends noch in den Briefkasten der Post AG. Foto: Börsig-Kienzler Foto: Schwarzwälder-Bote

Hobbyautor Dieter Stein arbeitet mit Hochdruck an seinem vierten Gedichtband / Triberger Nächte sind kurz ...

Triberg (bk). Bekanntlich sind die 1978 von den "Gebrüder Blattschuss" intonierten "Kreuzberger Nächte" sehr lang. Dies trifft mit Sicherheit für Berlin zu, aber im Gegenzug waren die Triberger Nächte für Dieter Stein, zumindest was die Schlafenszeit anbetrifft, in den vergangenen Wochen sehr kurz.Hobbyautor Dieter Stein, der mit Hochdruck daran arbeitet, damit sein viertes Gedichtbuch noch vor Fastnacht erscheinen kann, gönnte sich fast keine Pausen.

Neben der schriftstellerischen Tätigkeit mussten auch die vielen technischen Details vorab geklärt werden. Vor allen Dingen war notwendig, mit der Druckerei einen konkreten Liefertermin zu vereinbaren, was natürlich voraussetzt, dass alle Unterlagen pünktlich geliefert werden.

Auf Anfrage des Schwarzwälder Boten teilte Stein mit: "Die Mühe hat sich gelohnt, denn das fertige Manuskript mit den Druckdaten konnte ich heute termingerecht an das Druckzentrum in Nürnberg übersenden. Somit kann ich gewährleisten, dass das Buch noch vor Fastnacht erscheinen kann.

Ab Samstag, 11. Februar, können sich meine zahlreichen Fans auf weitere "Gedichte, die die Welt nicht braucht, freuen", sagt Stein im Gespräch mit unserer Zeitung und lacht

Auch dieses kleine Werk wird wieder über die Triberger Buchhandlung Schönenberger vertrieben. Aufgrund der regen Nachfrage, findet voraussichtlich am Samstag, 11. Februar, von 10 bis 11 Uhr in der Buchhandlung Schönenberger erneut eine Autogrammstunde statt, wobei auf Wunsch auch bereits verkaufte, aber noch nicht signierte Bücher, vom Autor gerne mit einem Autogramm versehen werden. "Auf diese kurzweilige Autogrammstunde wird selbstredend durch Plakataushang hingewiesen", informiert Stein schmunzelnd.

Die blödesten Wortschöpfungen kommen ihm meistens nachts in den Sinn

Mit dem "Stein des Anstoßes" hat der Triberger den vierten Band dieser "Gedichte, die die Welt nicht braucht…" beendet und es ist die Herausgabe weiterer Gedichtbücher auch nicht mehr vorgesehen, betont der Autor.

Bei Stein weiß man jedoch bekanntlich nie, was noch kommt, denn hier verhält er sich wie unser Alt-Bundeskanzler Konrad Adenauer, der meinte, "was kümmert mich mein Geschwätz von gestern".

Auf die Frage, warum diese vier Bücher in relativ kurzer Zeit entstanden, meint Stein: "Nicht immer bin ich so aufgelegt oder so gut drauf, dass mir die dummen Sprüche automatisch einfallen. Außerdem kommen mir die blödesten Wortschöpfungen meistens nachts in den Sinn. Mit ein Grund, warum ich mich mit der Sprachaufzeichnungsfunktion meines Handys auseinandersetzen musste, denn die nächtlichen Geistesblitze wären sonst am nächsten Tag verflogen".

Das Hintergässler Urgestein plaudert weiter aus dem Nähkästchen: "Trotz der meist spontanen Einfälle sitze ich trotzdem oft lange am Schreibtisch und feile an den Versen. Was ich in den ersten beiden Büchern aufgeschrieben habe, war nach dem Schröder-Motto ›...basta, so ist es geschrieben und so bleib’s…‹ verfasst. Doch mit jedem weiteren Buch habe ich die Texte verfeinert, das heißt, ich habe mich moralisch außerordentlich gebessert. Dies könnte natürlich ein Grund werden, dass mein viertes Buch nicht mehr so viel Spaß, wie ursprünglich vorgesehen, bereitet, denn ich werde in meinen Gedichten immer braver – sehr zum Leidwesen meiner deftige Kost gewohnten Leserschaft."

Hintergässler Urgestein hat sich eigenen Angaben zufolge moralisch gebessert

Wie Stein weiter mitteilt, wird er den für Anfang Dezember 2011 im Gasthaus "Lilie" vorgesehenen und wegen einer Fernsehübertragung über den Triberger Weihnachtszaubers kurzfristig abgesagte Leseabend (wir berichteten) auf jeden Fall noch nachholen. Wann und wo und in welcher Form, kann Stein momentan noch nicht sagen. Er will den Termin dieser Veranstaltung allerdings rechtzeitig in unserer Zeitung bekannt geben.

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