Herbert Broghammer in Worms gestorben / Faible für Geschichte

Triberg. Am 5. Juni ist in Worms der gebürtige Triberger Herbert Broghammer. gestorben. Geboren 1928, besuchte er in Triberg die Volksschule und das Realgymnasium, wo er 1947 sein Abitur ablegte. Zum Kriegsende und in der Nachkriegszeit zeichnete er sich als engagierter Mitarbeiter beim Triberger Roten Kreuz aus. Sein Studium in Tübingen und Freiburg schloss er 1952 mit dem Examen ab, auf das 1954 seine Promotion folgte.

Als Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Urologie war er in Heidelberg, Zürich, Frankfurt, Mainz, Liestal, Essen, Ludwigshafen und Worms tätig.

Nach seiner Pensionierung 1992/93 beschäftigte sich Herbert Broghammer verstärkt mit der Geschichte seiner Heimatstadt Triberg, vor allem während der Zeit des Nationalsozialismus.

Ein großes Anliegen war ihm, an die jüdischen Triberger Mitbürger zu erinnern, die durch die nationalsozialistische Diktatur verfolgt und ermordet wurden. Auf seine Initiative hin wurde in der Krypta des Kriegerdenkmals eine Bronzetafel für die Triberger Mitbürger jüdischen Glaubens angebracht.

Broghammer, der neben zahlreichen wissenschaftlichen medizinischen Arbeiten auch Beiträge für die Triberger "Heimatblätter" schrieb, beschäftigte sich aber auch ausführlich mit der Doktorarbeit des Triberger Obervogts Karl Theodor Huber und mit der "erweiterten Prädestinationslehre" des Triberger Stadtpfarrers Josef Heiler, bei dem Broghammer noch zur Schule ging.

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