Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Triberg Auf eine Reise in die Welt der Fantasie

Von
Foto: Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hans-Jürgen Kommert

Es waren nicht die klassischen Blasmusikstücke, mit denen zwei großartige, engagierte Orchester ihr Publikum in den Frühling entführten. Im Gremmelsbacher Kurhaus boten beide Trachtenkapellen eine kurzweilige Reise in die Welt der Fantasie.

Triberg-Gremmelsbach. Schon gewohnt fantasievoll hatte das Dekorations-Team des Gremmelsbacher Bastelkreises um Doris Engelke ein frühlingshaftes Umfeld auf der Bühne geschaffen. Auf charmant-witzige Art führte Daniela Dieterle durch den Abend des Musikvereins Trachtenkapelle Gremmelsbach. Dirigent Bernd Kienzler hatte ein reichhaltiges, modernes Programm zusammen gestellt.

Ein kostbares Gut ist die Freiheit, deren Wert wohl lange nicht mehr so deutlich war wie heute. Diese beschrieb Kurt Gäble in seiner gleichnamigen Komposition, die sich durch einen dominanten rhythmischen Hintergrund auszeichnet. Die Musiker glänzten mit feiner Arbeit bei diesem Stück. "Lord Tulla­more" von Carl Wittrock erinnert an die gleichnamige Stadt in Irland, die berühmt ist für ihren weichen Whiskey. Nicht nur diesem edlen Getränk widmete er ein Stück, das drei Teile aufweist, bei dem vielleicht die weiche, sanfte Mitte auf den "Tullamore Dew" verweist. Die anderen Teile zeigen das temperamentvolle Irland mit seiner strahlend-folkigen Seele.

Ein kleines Medley mit "Latin-Pop" entführte die Besucher an die Copacabana und die spanischen Mittelmeerinseln, auf denen die temperamentvolle spanische und lateinamerikanische Musik zuhause ist – mit einer Erinnerung an warme, laue Nächte, die dem Schwarzwälder nach einem langen Winter so viel bringen kann. Rhythmus und Feuer bestimmen diese Musik.

Leistungsabzeichen

Nach einem höchst gefühlvoll intonierten "My Way", dem Erfolgstitel des Weltstars Frank Sinatra, ging es in eine kleine Ehrungspause, in der der Vorsitzende Knut Engelke zunächst mit Franziska Lorenz, Ann-Kathrin Schwer, Philipp King, Jana Reuter, Melina Keller und Felix Dold sechs jungen Musikern ihr wohl verdientes Leistungsabzeichen in Bronze überreichen konnte.

Danach war er auf Hilfe angewiesen, die er von Joachim Müller erhielt. Als Vertreter des Blasmusikverbands ehrte er zwei Musiker mit dem goldenen Verdienstabzeichen für 40 Jahre aktives Musizieren: Roland und Eckhard Zeifang sind seit langen Jahren Stützen der Trachtenkapelle, die nun auch zu den Seniorentreffen des Blasmusikverbands eingeladen werden, wie Müller schmunzelnd mitteilte.

Wie zur Belohnung für diese Ehrung spielten die Musiker den Konzertmarsch Salemonia, der alljährlich das Schlossseefest in Salem eröffnet und von Kurt Gäble eigens für das Ereignis komponiert wurde. Nach anhaltendem Applaus gab es als Dreingabe die "Hannes-Polka".

Nach einer kurzen Umbaupause betraten die rund 60 Musiker aus Simonswald die Bühne. Auch sie hielten sich an moderne Literatur, begonnen mit "Hopetown Holiday". Ein Stück mit einer ergreifenden Dramaturgie und zugleich spritziger Leichtigkeit ist sicherlich die vierteilige "Huckleberry Finn Suite", die sich auf den gleichnamigen Roman bezieht. Auch in den Dschungel entführten die engagierten Musiker ihre Zuhörer mit "Jungle". Ihr Programm schlossen sie mit "Aladdin" – eigentlich. Der Ruf nach Zugabe verhallte jedoch nicht ungehört. Nachdem die Besucher nach der Zugabe des Gesamtorchesters mit "Von Freund zu Freund" weiterhin Zugaben eingefordert hatten, griff Dirigent Mathias Singler selbst zur Trompete, dazu holte er zwei weitere Trompeter, zwei Tenorhörner, eine Posaune sowie eine Tuba nach vorne – und dann ging die Post ab.

Mit einem heiteren Medley mit witzigen Einlagen beendeten die sieben Musiker ein überaus gelungenes Konzert, das leider zu wenige Besucher erlebten.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.