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Triathlon Pendeln zwischen Training und Zahnarztpraxis

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Das Lächeln beim Zieleinlauf zeigt es an: Laura Zimmermann freut sich über den dritten Platz in Binz auf Rügen. Foto: Marcel Dilger

"Immer wieder ein toller Ausblick, wenn ich beim Frühstück nach draußen schaue", freut sich Laura Zimmermann über das Murgtal-Panorama vor dem Fenster ihrer Wohnung in Klosterreichenbach. Bald wird die erfolgreiche Triathletin nach ihrer Trainingspause in der Umgebung auch wieder in den Laufschuhen und auf dem Rennrad unterwegs sein.

"Die Bedingungen sind top", schwärmt die 27-Jährige von den Möglichkeiten, die der Nordschwarzwald bietet. Laufen auf dem Murgtal-Radweg, Radstrecken bis zum Nagoldstausee oder im Winter Skilanglauf auf dem Kniebis stehen regelmäßig auf ihrem Trainingsplan. Und im Panoramabad von Freudenstadt steht eine abgesperrte Bahn zum Training im Wasser zur Verfügung, "was in anderen Schwimmhallen nicht selbstverständlich ist."

Multitalent im Sport und im Beruf

Ein sportliches Multitalent mit einer breiten beruflichen Ausbildung und der Bindung zu vielen Orten ist da vor rund zweieinhalb Jahren aus privaten Gründen nach Baiersbronn gezogen; der Partner arbeitet im benachbarten Freudenstadt bei den Stadtwerken. Geboren in Marktoberdorf, entwickelte sich aus der jugendlichen Leichtathletin mit Schwerpunkt auf den Strecken von 1500 bis 10 000 Meter vor sieben Jahren die Liebe zum Triathlon, den sie heute sogar seit zwei Jahren als Profisportlerin betreibt. Der Wechsel der Disziplin ging dabei Hand in Hand mit dem Abschluss des Studiums der Sportwissenschaften in Innsbruck und einer zweiten Ausbildung in Zahnmedizin in Würzburg. Er kam der schon seit frühester Jugend sportlich vielseitig aktiven Allgäuerin entgegen, "weil der ganze Körper bei dieser Sportart beansprucht wird." Für den SV 05 Würzburg startet sie n noch in der 2. Triathlon-Bundesliga und holte mit ihrem Team in diesem Jahr den dritten Platz.

Nicht der einzige Erfolg 2018 von Laura Zimmermann, die sich seit einiger Zeit auf die Ironman 70.3-Rennen auf der Mitteldistanz der Triathleten mit 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und einem Halbmarathon von 21,1 Kilometern zwischen der olympischen Kurzstrecke und dem "klassischen" Ironman (3,8 km - 180 km - 42,2 km) spezialisiert hat. Nach Platz fünf bei einem Rennen in Luxemburg gelang der ehemaligen Europameisterin der Altersklasse der 19- bis 24-Jährigen dabei zum Saisonende in Rügen mit Platz drei die erste Podestplatzierung der Vize-Europameisterin 2017 im Duathlon und DM-Dritten über die Mitteldistanz. Und das, obwohl sie sich nach einem Zeckenbiss in diesem Frühjahr bei einem Trainingslauf eine Borreliose einfing und eine Zeit lang kürzer treten musste.

Im Durchschnitt 21 Stunden pro Woche investiert Laura Zimmermann momentan im Training für ihren Sport, den sie mit einer Stelle als Zahnärztin in einer Gemeinschaftspraxis Bad Neustadt an der Saale teilen muss. Das bedeutet einen großen Aufwand hinsichtlich der Organisation und frühe Trainingszeiten, lässt sich aber dank Schichtdienst und des Verständnisses ihres Chefs sowie der Unterstützung ihres Trainers Utz Brenner aus Stuttgart, "mit dem ich täglich Kontakt halte", gut handhaben.

Allerdings, so gibt die Neu-Baiersbronnerin zu, gebe es derzeit Überlegungen zumindest vorübergehend ganz auf den Sport zu setzen. Für 2019 plant sie den Einstieg auf die Langdistanz, was eine weitere Steigerung des Trainingspensums bedeutet. Die Challenge Roth oder das Rennen in Hamburg peilt sie als erste Wettkämpfe und gleichzeitig Test an, wie der Körper auf die längeren Beanspruchungen reagiert. "Natürlich ist dann irgendwann ein Start beim Ironman in Hawaii das Ziel", so Laura Zimmermann, "aber noch nicht im nächsten Jahr."

Pläne hegt die engagierte Sportlerin aber auch in der neuen Heimatgemeinde zusammen mit ihrem dort auch tätigen Physiotherapeuten Marcus Bangert. Der in den letzten Jahren sportlich als Straßenrennfahrer sowie als Organisator eines Radevents in Baiersbronn in Erscheinung getretene Bangert plant selbst einen Wechsel zum Triathlon, was den Gedanken einer eigenen Veranstaltung in dieser Disziplin aufkommen ließ. "Kontakte zur Gemeinde Baiersbronn gibt es schon und ich würde hinsichtlich der Etablierung eventuell eines Cross-Triathlons gerne mein Netzwerk nutzen", so Laura Zimmermann.

Einen persönlichen Austausch hat es in der jüngsten Vergangenheit auch bereits mit der EM-Teilnehmerin Elena Burkard gegeben, so die Triathletin, die auch schon Trainingsläufe mit der Gruppe der LG farbtex Nordschwarzwald um Jörg Müller absolviert hat. "Leider passt der Saisonaufbau der Leichtathleten nicht zu meinem", meint Laura Zimmermann, die sich im Winter oft in Trainingslagern auf Fuerteventura im wärmeren Süden die Grundlagen für eine lange Saison holt. Beim Adventslauf des TV Dornstetten am 16. Dezember aber könnte sie eventuell ein zweites Mal am Start sein, kündigt sie schon einmal einen sportlichen Auftritt in ihrer neuen Wahlheimat an.

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

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