In der Trekking-Saison 2020 nutzten viele Menschen die Möglichkeit, unter freiem Himmel zu zelten. Foto: Schröder-Esch

In neun Camps 3514 Zelte aufgebaut. Weitere Plätze sollen Angebot bereichern.

Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, der Naturpark Südschwarzwald, der Nationalpark Schwarzwald und die beteiligten Gemeinden und Städte haben ein positives Fazit der abgeschlossenen Trekking-Saison im Schwarzwald gezogen.

Kreis Freudenstadt - Vom 29. Mai (Südschwarzwald) beziehungsweise 16. Juni (Nordschwarzwald) bis Ende Oktober wurden in den neun Trekking-Camps insgesamt 3514 Zelte aufgeschlagen, davon 2179 im Nordschwarzwald (2019: 2089 Zelte). Wie die Naturparks und der Nationalpark in einer Pressemitteilung berichten, sank die Zahl der Buchungen im Nordschwarzwald aufgrund der kürzeren Saison zwar leicht auf 1084 (2019: 1145 Buchungen), doch dafür wurden rund zehn Prozent mehr Zelte aufgestellt.

Anders als in den Vorjahren kam die überwiegende Mehrzahl der Gäste aus Baden-Württemberg. Für Lilli Wahli, Trekking-Projektmanagerin beim Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, gibt es für die starke Nachfrage aus dem Land zwei Erklärungen: "Zum einen war Urlaub vor der eigenen Haustür im Corona-Sommer für viele Menschen eine gute Alternative zu einer weiten Reise. Und zum anderen ist Trekking im Schwarzwald ein Outdoor-Angebot. Abstandsregeln können ohne Probleme eingehalten werden. Das hat vielen Gästen in dieser schwierigen Zeit sicher auch ein gutes Gefühl gegeben." Nicht verändert hat sich die Verweildauer in den Camps – im Schnitt erwandern Trekker ein bis zwei Camps und verbringen dort jeweils eine Nacht.

Ranger wiesen auf Gefahren hin

Im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord sollen in den kommenden Jahren weitere Plätze das Angebot bereichern. Gespräche mit interessierten Kommunen laufen bereits. Bewährt habe sich laut Lilli Wahli auch die in dieser Saison eingerichtete Trekking-Hotline. Rund 700 Anfragen zum Thema Trekking seien beantwortet worden. Probleme habe es in den Trekking-Camps kaum gegeben, berichtet Lukas Schmidt vom Nationalpark Schwarzwald. Vereinzelt habe es zurückgelassenen Müll gegeben oder es habe Probleme mit dem Feuermachen trotz Waldbrandgefahr gegeben. "In solchen Fällen suchen unsere Ranger oder die Camp-Kümmerer das Gespräch und weisen auf Gefahren und den Schutz der Natur hin", so Schmidt. Einstimmig beschlossen haben die Projektpartner eine Erhöhung der Buchungskosten für eine Übernachtung von derzeit zehn auf zwölf Euro pro Zelt und Nacht ab der Saison 2021. Sie gilt für alle neun Trekking-Camps im Schwarzwald.

Weitere Informationen: www.trekking-schwarzwald.de.

Info: Das Projekt

Das Projekt Trekking Schwarzwald wurde 2017 gemeinsam von den Naturparken Schwarzwald Mitte/Nord und Südschwarzwald, dem Nationalpark Schwarzwald und ForstBW initiiert. Ziel ist es, in Abstimmung mit dem Naturschutz und Waldbesitzern ein Netzwerk von Trekking-Camps entlang zentraler Fernwanderwege des Schwarzwalds zu etablieren. So ist das Übernachten im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord und im Nationalpark Schwarzwald seit Projektbeginn in insgesamt sechs Trekking-Camps zwischen Baden-Baden, Baiersbronn und Freudenstadt ganz offiziell erlaubt. Gefunden werden können die Camps mit Hilfe der sogenannten "letzten Meile", einer Wegbeschreibung inklusive GPS-Koordinaten, die Wandernde mit ihrer Buchung erhalten.

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