Am Mittwoch, 21. Februar, lädt Erika Paulsen, Sprecherin der Gruppierung, zu einem außerplanmäßigen Treffen ein. Auslöser war eine nicht genehmigte Rodung der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern rund um die Villa Silberburg.
Die Baumfällaktion im südlichen Teil des Fürstengartens rund um die Villa Silberburg veranlasst die Fürstengartenfreunde zu einem außerplanmäßigen Treffen am Mittwoch, 21. Februar, ab 17 Uhr in der Villa Eugenia.
Zu dem Treffen lädt laut Pressemitteilung Erika Paulsen, Sprecherin der Gruppierung, alle Interessierten ein. Dabei solle eine Bewertung des Geschehens erfolgen und auch über die rechtliche Situation informiert werden. Zudem sei vorgesehen, die in der derzeitigen Situation aus Sicht der Fürstengartenfreunde erforderlichen Maßnahmen zu erörtern und den zuständigen Behörden vorzutragen.
Keine Genehmigung von Stadt oder Landratsamt
Gemeint sind damit die Naturschutzbehörde im Landratsamt sowie die Stadtverwaltung Hechingen, die jeweils keine Genehmigung für die Baumfällaktion erteilt hatten. Das Grundstück, auf welchem die Villa Silberburg steht, gehört der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern, welche die Rodung unter anderem zahlreicher alter Eschen beauftragt hatte. Bereits kurz nach den Baumfällungen zeigte sich Gert Rominger vom Hechinger Nabu bestürzt ob des Eingriffs in die Natur.
Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Thomas Kanjar, Immobilienfachwirt der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern, dass die Rodung als „Verkehrssicherungsmaßnahme“ unumgänglich gewesen sei. Der Baumbestand sei in den vergangenen klimatisch sehr problematischen Jahren durch Trockenheit und Windereignisse stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Für den Artenschutz seien besonders ältere und stärkere Bäume nicht vollständig gefällt, sondern einige Meter über dem Boden abgesägt worden. Diese sollen in Zukunft Insekten und Vögeln als Nahrungs- und Rückzugsort dienen, erläutert Kanjar weiter. Statt Bäumen werde bald eine Blumenwiese blühen.
Denkmalschutz hätte Genehmigung gefordert
Dennoch wäre eine Genehmigung des Landratamtes aus Gründen des Denkmalschutzes nötig gewesen. Die Balinger Behörde fordert vom Fürstenhaus nun eine Stellungnahme.
Nun machen auch die Fürstengartenfreunde mit ihrem angekündigten Treffen mobil. Das letzte Wort scheint in der Angelegenheit noch nicht gesprochen.