In einem Haus in Furtwangen hat eine Frau ihre Eltern am Montagnachmittag tot aufgefunden. Foto: Schwenk

Ein totes Ehepaar wurde am Montagnachmittag in einem Haus Furtwangen aufgefunden. Die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Eine natürliche Todesursache wird ausgeschlossen.

Die Polizei tat sich am Dienstag schwer mit genaueren Informationen. Pressesprecher Jörg-Dieter Kluge informierte zur Todesursache lediglich, dass es sich um einen „nicht natürlichen Tod“ gehandelt habe.

 

An was das Ehepaar, ein 47-jähriger Mann und seine 48-jährige Frau, aber nun tatsächlich verstorben ist, sei Gegenstand der Ermittlungen, die sich noch längere Zeit hinziehen könnten.

Zur Klärung sei eine Obduktion beantragt worden, von der sich die Polizei weitere Erkenntnisse verspricht. Bei beiden Personen habe es „keine Hinweise auf Gewalteinwirkung“, zum Beispiel in Form blauer Flecken, gegeben. Es existierten auch keine Anhaltspunkte auf eine Beteiligung Dritter, so Kluge.

Jugendamt kümmert sich um die beiden minderjährigen Kinder

Wie am Montag von der Polizei erklärt wurde, habe das Ehepaar vier Kinder im Alter zwischen zehn und 26 Jahren. Wo die Kinder nach dem Tod ihrer Eltern untergekommen seien, dazu wollte die Polizei am Dienstag nichts sagen. Lediglich so viel war am Montagabend von der Polizei zu erfahren, dass das Jugendamt noch am Montagabend wegen der zwei minderjährigen Kinder aktiv geworden sei und abklären wollte, was mit den Kindern weiter geschehen solle. Weitere Details wollte das Landratsamt am Dienstag aus Datenschutzgründen nicht mitteilen.

So lange die Ermittlungen vor Ort laufen, sei der „unmittelbare Bereich“, wo die Toten gefunden wurden, nicht zu betreten, so Polizei-Pressesprecher Kluge.

Feuerwehr mit schwerem Atemschutzgerät im Einsatz

In der knappen Pressemitteilung der Polizei hieß es am Dienstag, dass eine junge Frau am Montag gegen 16.30 Uhr ihre Eltern leblos in ihrem Wohnhaus aufgefunden habe. „Da der Verdacht eines Gasaustritts im Raume stand, barg die Feuerwehr die beiden Personen unter Einsatz von schwerem Atemschutzgerät. Die Messwerte ergaben jedoch keine Hinweise auf einen Gasaustritt oder erhöhte Kohlemonoxidwerte wegen eines technischen Defekts. Dennoch konnt ein Notarzt nur noch den Tod der beiden Personen feststellen“, schreibt Kluge.

Wegen des anfänglichen Verdachts von Gas oder Kohlenmonoxid sei die betreffende Straße vorübergehend gesperrt gewesen. Nachdem die Feuerwehr Entwarnung gegeben habe, konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden. Eine Gefahr für die Umgebung habe zu keiner Zeit bestanden.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hatten wir die Straße genannt, in welcher die zwei Toten gefunden wurden. Aus Rücksicht auf die Angehörigen haben wir den Namen nachträglich entfernt.