Mit ruhiger Hand: VfB-Torhüter Alexander Nübel dirigiert die Abwehrspieler vor ihm. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Der Torhüter kann sich eine Vertragsverlängerung beim deutschen Rekordmeister vorstellen, um sich seiner bevorzugten Zukunftsoption zu nähern.

Alexander Nübel will sich im Augenblick nicht zu sehr mit seiner Zukunft beschäftigen. Der Torhüter des VfB Stuttgart konzentriert sich allein auf das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga an diesem Samstag (18.30 Uhr) bei Borussia Dortmund. Den Rest erledigt sein Berater Stefan Backs, wie der Fußballprofi kürzlich erklärte. Dabei ist Nübels erste Wahl klar: Der 27-Jährige will möglichst beim VfB bleiben. Er fühlt sich in seiner Rolle als Führungskraft im Team wohl, und es lockt die Champions League.

 

Doch für einen Verbleib in Stuttgart muss Nübel erst seinen Vertrag beim FC Bayern München über 2025 hinaus verlängern. Denn für den VfB kommt im Augenblick nur ein erneutes Leihgeschäft infrage. Eine Festverpflichtung ist aufgrund der dann fälligen Ablösesumme und dem üppigen Gehaltspaket finanziell nicht drin.

Im Moment verzichtet Nübel auf Geld, dafür sammelt er Spielpraxis – und im Hintergrund bahnt sich nach Informationen unserer Redaktion eine Einigung mit den Münchnern an. Weil sich der Fachbereich Torhüter beim deutschen Rekordmeister für Nübel als Nachfolger des Ausnahmetorwarts Manuel Neuer ausgesprochen hat. Bayerns Torwarttrainer Michael Rechner sieht in Nübel einen vergleichbaren Spielertypen: unaufgeregt, stark auf der Linie und mit den Füßen und sicher in der Strafraumbeherrschung. Im Idealfall käme sogar Champions-League-Erfahrung mit den Stuttgartern dazu.

Noch gibt es Klärungsbedarf, aber beim VfB streben der Cheftrainer Sebastian Hoeneß, der Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle ebenfalls eine Lösung mit Nübel an. Er soll zunächst die Nummer eins bleiben, ohne dem Eigengewächs Dennis Seimen langfristig die Perspektive zu verbauen. Das 18-jährige Torwarttalent ist nach schwierigen Wochen aufgrund einer Rückenverletzung wieder voll dabei – entweder im Tor der Regionalliga-Mannschaft oder auf der Ersatzbank der Profis. Denn Seimen soll die Zukunft im VfB-Tor gehören.