Florian Müller ist angekommen in seinem neuen Club. Im Spiel beim VfL Bochum zeigte er seine bisher beste Saisonleistung und demonstrierte, welcher Rückhalt er für die Schwaben sein kann.
Stuttgart - Das 0:0 des VfB Stuttgart beim VfL Bochum war ganz sicher kein Spiel, das in die Annalen der Bundesliga-Historie eingehen wird. Ganz sicher nicht aus Sicht des VfB Stuttgart, der in der im Vorfeld als „Schlüsselspiel“ deklarierten Partie über weite Strecken hinter den Erwartungen blieb. Dennoch produzierte die Partie einige interessante Statistiken.
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So zog Konstantinos Mavropanos insgesamt 15 Sprints an, darunter einen mit 34,6km/h, der viertschnellste des gesamten sechsten Bundesliga-Spieltags. Waldemar Anton spielte 96 Pässe, die meisten aller Akteure, die am Spieltag eingesetzt wurden, seine Passquote von 86,5 Prozent bedeuten ebenfalls einen Topwert. Und dann war da noch Chris Führich. Der Neuzugang des VfB Stuttgart kam nach der Pause in die Partie, brachte viel frischen Wind. Seine fünf Dribblings, 80 Prozent davon gewann er, stellten den drittbesten Wert am Spieltag dar.
Maßgeblich beteiligt am Punktgewinn der Schwaben war allerdings auch Florian Müller. Der Neuzugang vom 1. FSV Mainz 05 war der große Rückhalt am Sonntag an der Castroper Straße. Müller zeigte mehrere Glanzparaden, etwa gegen Eduard Löwen (18. Minute) und Christopher Antwi-Adjei (48. Minute) – insgesamt bekam Müller vier Schüsse auf sein Tor, parierte sie allesamt. Seine Vereitelung der Chance von Sebastian Polter in der 26. Minute war herausragend, wenn auch die Szene im Nachgang aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde.
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In allen sechs Bundesligaspielen sah sich Müller bisher 33 Schüsse auf seinen Kasten ausgesetzt, wehrte 22 davon ab, was einer Quote von 66,7 Prozent entspricht. Jedoch schlägt bisher auch nur ein „Clean Sheet“ für ihn zu Buche, ein gegentorloses Spiel, eben jenes 0:0 gegen den VfL Bochum. Zwei Gegentore pro Spiel müssen Müller und der VfB Stuttgart bisher hinnehmen. In der letzten Saison lag der Wert nach 34 Spieltagen bei 1,6 Gegentreffern pro Spiel.
40 Ballkontakte hatte Müller in der Partie. Er wurde insbesondere in den ersten 45 Minuten viel eingebunden, womöglich mehr, als ihm lieb war. Durch seine Passquote von 85 Prozent – 18 von 21 Zuspielen brachte er an den Mann – half er mit, die schwierigen Phasen mit dem intensiven Druck der Hausherren zu überstehen. Von unserer Redaktion gab es dafür die MeinVfB-Note 2 – die beste Bewertung, die ein VfB-Spieler in dieser Saison bisher erhalten hat. „Das Positive ist, dass die Null steht. Wir haben gut verteidigt, es war auch eine gute Torwartleistung“, kommentierte Trainer Pellegrino Matarazzo im Nachgang der Partie Müllers Auftritt.
Fazit: Der Neuzugang scheint angekommen in seiner Rolle im neuen Club, zeigte sein bisher bestes Spiel im Dress mit dem Brustring und ist unser Spieler des Spiels.
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