Nach der tödlichen Auseinandersetzung am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags im Dornstetter Teilort Aach hat die Polizei nun neue Details bekannt gegeben. Doch nach wie vor bleiben einige Fragen offen. Die Polizei ermittelt weiter.
Wenn an Weihnachten Freunde und Familien zusammenkommen, um gemeinsam zu feiern, sind Streitigkeiten keine Seltenheit. Immer wieder kommt es daher an den Feiertagen zu schrecklichen Gewalttaten zwischen Familienmitgliedern oder Freunden – manche davon enden tödlich. Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, dass der Vorfall, der sich am frühen Weihnachtsmorgen im Dornstetter Teilort Aach ereignet hat, sich auf diese Weise erklären lässt, auch wenn weiterhin vieles noch offen bleibt.
Am Morgen des 25. Dezembers gegen 5 Uhr waren laut bisherigen Erkenntnissen der Polizei zwei Männer in einem Wohnhaus in Streit geraten – der eine 42 Jahre alt, der andere zwei Jahre älter. Schließlich eskalierte die Auseinandersetzung, der 42-Jährige stach auf den 44-jährigen ein, welcher noch am Tatort an seinen Verletzungen starb.
Zwei Tage später geben Polizei und die Staatsanwaltschaft Rottweil nun in einer gemeinsamen Pressemitteilung weitere Details zu der Tat bekannt. Demnach war die Tatwaffe ein Messer. Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt die Staatsanwaltschaft, dass es sich dabei um ein Küchenmesser gehandelt hat. „Wenn es das Messer war, welches wir vermuten, dann war es ein Küchenmesser“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Noch sei aber nicht abschließend geklärt, ob das gefundene Messer mit absoluter Sicherheit auch die Tatwaffe ist.
Darüber hinaus geht aus der Pressemitteilung hervor, dass beide Männer langjährige Bekannte waren. Zum Tatzeitpunkt seien beide alkoholisiert gewesen. Der mutmaßliche Täter war offenbar zu Gast in dem Einfamilienhaus. Der Beschuldigte sei in der Gegend gewesen, um Weihnachten zu feiern, erklärt der Sprecher im Gespräch mit unserer Redaktion.
Was passierte vor dem Streit?
Ob der mutmaßliche Täter und sein Opfer wirklich gemeinsam Weihnachten feierten, bevor es zu der tödlichen Auseinandersetzung kam, ist aber noch offen. „Das wäre eine Möglichkeit“, meint der Sprecher. „Wir sind aber noch am Aufklären des Sachverhalts.“
Eins steht aber fest: Beide Männer waren nicht alleine in dem Wohnhaus. Zum Tatzeitpunkt hätten sich insgesamt fünf Personen in dem Gebäude aufgehalten, berichtet die Staatsanwaltschaft. So sei es dann auch ein Familienangehöriger des Opfers gewesen, der die Polizei rief.
Der mutmaßliche Täter befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen: „Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rottweil wurde der Tatverdächtige inzwischen dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl wegen Totschlags erließ.“ Da die Ermittlungen andauern, werden weiterhin Zeugen gesucht. Wer von den Geschehnissen etwas mitbekommen hat, soll sich beim Kriminaldauerdienst unter 07231/186 44 44 melden.