Ein halbes Jahr ist seit dem großen Tiefgaragenbrand in Nagold vergangen. Doch die Ursache für das verheerende Feuer in der Nacht auf den 8. Juli vergangenen Jahres steht noch immer nicht abschließend fest.
In der Nacht auf den 8. Juli vergangenen Jahres ist es im Oberen Steinberg zu einem verheerenden Brand gekommen. Gegen 3 Uhr morgens brach das Feuer in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses aus.
Die Einsatzkräfte konnten aufgrund der sehr hohen Temperaturen von mehreren hundert Grad nur Schritt für Schritt gegen das Feuer kämpfen, heißt es in der damaligen Mitteilung des Kreisfeuerwehrverbands Calw. Bis 12.30 Uhr war die Feuerwehr mit der Brandbekämpfung, den Nachlöscharbeiten und der Brandsicherung beschäftigt.
Das Feuer hinterließ seine Spuren: Sechs Fahrzeuge und ein Motorrad wurden Opfer der Flammen, den Schaden schätzte die Polizei am Tag nach dem Brand auf mehrere hunderttausend Euro – die Feuerwehr sprach von einem Millionenschaden. Außerdem mussten die Wohnungen der 25 Bewohner geräumt werden und waren auf unbegrenzte Zeit nicht mehr nutzbar.
Gutachten steht noch aus
Ende Juli konnte die Polizei keine abschließende Brandursache benennen: Das Gutachten des Brandsachverständigen lag noch nicht vor, erläuterte enjamin Koch, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim, auf damalige Nachfrage unserer Redaktion.
Doch auch nach einem halben Jahr steht die Brandursache immer noch nicht abschließend fest, antwortet Koch auf erneute Anfrage. Ein Brandsachverständigengutachten stehe derzeit noch aus. Wie bereits nach dem Brand gebe es derzeit keine „konkreten Hinweise auf eine Vorsatztat“.
Die einzig neue Information: „Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte der engere Brandort im Bereich des Standortes mehrerer Fahrzeuge in der Tiefgarage liegen.“