Der Landesbeauftragte des Technischen Hilfswerks, Dietmar Löffler (von links), überreicht dem scheidenden Ortsbeauftragten Rüdiger Munzinger Ehrenzeichen und Urkunde und setzt dessen Nachfolger Volker Benz ins Amt ein. Dazu gratuliert auch der stellvertretende Ortsbeauftragte Walter Gentner. Foto: Herzog

Nach 20-jähriger Amtszeit übergibt Rüdiger Munzinger die Funktion des THW-Ortsbeauftragten an Volker Benz. Jetzt folgte nach internem Wechsel im November die offizielle Verabschiedung durch den Landesbeauftragten Dietmar Löffler.

„Es ist ermutigend, wenn die Hilfe am Nächsten so gut organisiert ist“, hob Dietmar Löffler bei seiner Ansprache anlässlich der Jahresabschlussfeier hervor. Munzinger wirke seit über 40 Jahren im Schramberger THW-Ortsverband, davon seit November 2003 als Ortsbeauftragter.

 

Als Helfer 1980 begonnen, habe er sich in der Folgezeit zum Truppführer, Gruppenführer, Schirrmeister und Chef des Ortsverbands hochgearbeitet. Die Übernahme dieses verantwortungsvollen Amtes von Walter Gentner sei erfolgt, als der Neubau auf dem „Lienberg“ bereits bezogen war.

Neben der zeit- und arbeitsaufwendigen Funktion des Ortsbeauftragten habe sich Munzinger auch als THW-Fachberater engagiert. Als solcher sei er rund um die Uhr erreichbar, um im Einsatzfall die Unterstützungsmöglichkeiten durch zu koordinieren, schilderte der Landesbeauftragte, der im Auftrag von THW-Bundespräsidentin Sabine Lackner Munzinger das Ehrenabzeichen ans Revers heftete und ihm eine Urkunde überreichte.

Landesbeauftragter Dietmar Löffler (links) heftet dem scheidenden Ortsbeauftragten Rüdiger Munzinger das Ehrenzeichen ans Revers. Foto: Herzog

Den Dank und ein kleines Geschenk für die „immer offene und zielgerichtete Zusammenarbeit“ erhielt Munzinger von Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle. Es sei gut, dass man sich ergänze, so könne Großes geleistet werden, erinnerte Wöhrle beispielhaft an den Erdrutsch beim Thomas-Philipps-Markt im Januar 2019.

Dank auch per Videoschalte

Per Video zugeschaltet dankte MdB Martin Gerster, Präsident der THW-Bundesvereinigung, Munzinger für 20-jährige Tätigkeit und Benz für die Bereitschaft, dessen Nachfolge anzutreten.

Der scheidende Ortsbeauftragte revanchierte sich für die lobenden Worte mit dem Dank für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. „Dies wünsche ich mir von euch auch für meinen Nachfolger“, bat Munzinger.

Mit Handschlag eingesetzt

Nachdem Löffler Benz per Handschlag als neuen Ortsbeauftragten ins Amt einsetzte, gab dieser ein erstes Statement ab. Dank der engagierten Arbeit von Munzinger übernehme er ein gut bestelltes Feld. Er fühle sich geehrt, diese Aufgabe zu übernehmen und werde sich mit ganzer Kraft einsetzen.

Als vorrangige Ziele bezeichnete Benz die Werbung nach neuen Helfern, um alle Fachgruppen besetzen zu können. Auch die Erweiterung der Fahrzeughalle stehe bei ihm im Fokus, da man aus allen Nähten platze. „Ich bin voller Tatendrang für die nächsten fünf Jahre“, versicherte der neue Ortsbeauftragte.

Nach Pause eingestiegen

Wie Stellvertreter Walter Gentner verriet, sei es dem schönen Zufall geschuldet, dass Benz nach einer Pause vor ein paar Jahren wieder voll beim THW eingestiegen sei und nun die Verantwortung für die Führung übernommen habe. Daran sei dessen Frau nicht ganz unbeteiligt gewesen. Das könne nur gut sein, schmunzelte Gentner.

Gratulantin war auch Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. Seitens der Stadt sei man froh, den THW-Ortsverband vor Ort zu haben. Dessen Portfolio sei sehr umfangreich und bereits seit 40 Jahren stünden die „Blauen“ bei der Da-Bach-na-Fahrt in der Schiltach. Obwohl viel im Ausland unterwegs, hätten sie die Bodenhaftung und ihre Sympathie nicht verloren, adelte die OBin den Ortsverband.