Leo Hölzer (Vladimir Burlakov, li.) und Adam Schürk (Daniel Sträßer) ermitteln: Eine Schülerin wurde ermordet. Foto: SR/Manuela Meyer

Erst am Ostermontag statt schon am Sonntag gibt es den aktuellen „Tatort“: Leo Hölzer und Adam Schürk betreiben in Saarbrücken private Vergangenheitsbewältigung.

Saarbrücken - Der erste „Tatort“ aus Saarbrücken mit dem neuen Team Leo Hölzer und Adam Schürk lief vor fast einem Jahr. Da ist es mutig, an einen Cliffhanger anzuknüpfen. Doch das Team um Autor Hendrik Hölzemann und Regisseur Christian Theede tut es. Und es klappt. Bravo, das hätte man nach der langen Pause nicht vermutet.

Aber zunächst mal geht es in „Der Herr des Waldes“ mit den Ermittlern Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer) um den Mord an einer Schülerin. Sie radelt in den Wald zum Date, am nächsten Morgen liegt sie tot auf der Lichtung. Motive finden die beiden bei den Mitschülern reichlich: Die fröhliche Jessica hatte viele Verehrer, Neid und gekränkter Stolz gibt es da zuhauf. Außerdem lebt im Wald ein geheimnisvoller Einsiedler, wie ein Schatten huscht er zunächst nur durchs Bild.

Der Vater erwacht

Doch der Tod der jungen Frau ist bloß eine emotionale Last, welche die Ermittler tragen müssen. Wir erinnern uns an den Cliffhanger. In der Jugendzeit hatte Leo Hölzer den gewalttätigen Vater von Adam Schürk ins Koma geschlagen, als der den Sohn mal wieder brutal verdrosch. In der letzten Szene vor knapp einem Jahr war der Vater aufgewacht. Das dunkle Geheimnis der zwei Jugendfreunde droht ans Licht zu kommen, die Erinnerung des tyrannischen Vaters kehrt zurück.

Spätestens als er anbietet, in dem Fall zu helfen, wird klar: Die Geschichte mit dem Vater ist mehr als nur ein Hintergrund, um die neuen Kommissare und ihre Macken zu etablieren. Dranbleiben lohnt sich bei „Der Herr des Waldes“, der am Anfang etwas verfahren daherkommt. Es wird. Schürk und Hölzers zweiter Fall wirkt auf den ersten Blick nicht zwingend logisch, ist aber spannend, düster und durchdacht.

ARD,
Ostermontag, 20.15 Uhr

  
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