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Sulz a. N. Wenn es schmeckt, sind die Kalorien Wurst

Von
Martina Meuth Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz-Hopfau. Gern gegessen und gekocht hat Martina Meuth schon in jungen Jahren. Nur hat sie damals noch nicht daran gedacht, mit Kochen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. "Das hat sich langsam entwickelt", erzählt sie.

Am heutigen Samstag feiert sie ihren 70. Geburtstag. Martina Meuth wurde am 29. Dezember 1948 in Stuttgart als jüngstes von vier Kindern geboren. Ihre Familie zog zunächst nach Kaiserslautern und dann nach Mannheim, wo sie am Karl-Friedrich-Gymnasium das Abitur absolvierte. Nach dem Besuch der deutschen Journalistenschule in München arbeitete sie für die Zeitschrift "Eltern" und anschließend für "Die Freundin". Hier gründete sie das Kochressort und leitete es neun Jahre lang. In der Zeit hat sie ihren Mann Bernd Neuner-Duttenhofer kennengelernt.

Beide zogen im Februar 1985 nach Hopfau. Martina Meuth musste sich als "Großstadtpflanze" mit dem Landleben erst anfreunden. Aber dass sie die Großstadt mit dem kleinen Hopfau eingetauscht hat, das habe sie, wie überhaupt alle anderen "Umwälzungen" in ihrem Leben, nie bereut.

Im März 1988 hat das Ehepaar den Ratgeber Essen & Trinken übernommen, damals am Sonntagnachmittag im Ersten. Später wurde die Sendereihe beim WDR Fernsehen in "Kochen mit Martina und Moritz" umgetauft.

Martina Meuth hatte vorher schon Kontakt mit dem Fernsehen. Mit Drehbuchautor Wolfgang Menge ("Ein Herz und eine Seele") kochte sie erstmals fürs Fernsehen. Dabei entstand auch das Konzept für die späteren Kochsendungen zusammen mit ihrem Mann. Das Sagen hat dabei die Frau. Warum sie immer so streng mit ihm sei, wird sie denn auch öfters gefragt. Und dann antwortet sie: "Er braucht das." Aber natürlich ist das auch ein Element, das bewusst in der Sendung eingesetzt wird. In den Kochkursen, verrät Martina Meuth, habe ihr Mann die bestimmende Rolle.

Für sie gibt es nichts Schöneres, als ein Menü zuzubereiten und beim Essen glückliche Gesichter zu sehen. Ein Lieblingsgericht hat sie selber nicht. Essen müsse aber grundsätzlich gut sein. Dann, fügt Martina Meuth hinzu, "sind mir die Kalorien Wurst". Bereits 1976 hat sie Thailand bereist und die dortige Küche schätzen gelernt. Doch sie mag auch alle anderen asiatischen Gerichte. In Europa bevorzugt sie Italien, weil man, wie in Thailand oder China, auch hier den Respekt vor dem Produkt habe. Den Fisch isst sie am liebsten fast roh, und scharf darf das Essen auch sein. Schärfe, erklärt sie, "ist der Weg zum Geschmack."

Das Hopfauer Ehepaar gehört mittlerweile zu den dienstältesten Fernsehköchen. In rund 400 Sendungen haben sie etwa 3500 Rezepte präsentiert. Im Frühjahr lief die Jubiläumssendung, zu der die Fernsehköche unter anderem Tatortkommissar Dietmar Bär und den Literaturkritiker Denis Scheck eingeladen hatten. Die Küchenparty mit prominenten Gästen kam so gut an, dass im kommenden Jahr vier weitere solcher Sendungen ausgestrahlt werden. Die Dreharbeiten sollen im Juli/August 2019 stattfinden. "2018 ist ein tolles Jahr für uns gewesen", bilanziert Martin Meuth.

Wann geht es in den Ruhestand? Auch das werden die Fernsehköche zunehmend gefragt. "Da haben wir uns keine Grenzen gesetzt, solange man uns zuschaut und unsere Bücher kauft", sagt Martina Meuth. Ihre Arbeit als Kochjournalisten sei sehr abwechslungsreich und mache vor allem Spaß. Die Ideen für die Fernsehsendungen gehen nicht aus, und ein neues Buch ist auch schon wieder geplant.

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