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Sulz a. N. Vom Leben auf der Burg Wehrstein

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Die gewandeten Schüler stellen die mittelalertlichen Berufe vor (oben). Emil Löffler hat die Veranstaltung mit einem Böller-Schuss eröffnet. Rechts unten: die Tanzgruppe Domenico Fotos: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Leben auf die Burgruine Wehrstein in Fischingen brachten gestern Abend Schüler der Werkrealschule. Sie hatten viel über die Burg recherchiert und konnten einiges über sie erzählen.

Sulz-Fischingen. Die Veranstaltung des Fördervereins eröffnete "Büchsenmeister" Emil Löffler mit einem Böller-Schuss aus seiner Modellkanone. Die Gruppe Domenico zeigte, wie im Spätmittelalter vornehme Herrschaften tanzten. Die Herren hatten eine rote, die Damen eine weiße Rose in der Hand. Elegant schritten und drehten sie sich zu Renaissancemusik, um mit einer Verneigung den Tanz zu beenden. Dann gab es einen Schauplatzwechsel: Im hinteren Bereich der Burg stellen Schüler verschiedene mittelalterliche Berufe vor. Den Anfang machte der Burgherr Graf Christoph von Nellenburg, der im 16. Jahrhundert eine Berühmtheit war – weniger als tüchtiger Herrscher, sondern weil er so dick war. 250 Kilogramm soll er gewogen haben. Kein Wunder: Er war imstande, neun Maß Wein an einem Abend zu trinken. Er starb dann an der Pest. Knecht und Magd, Zofe, Henker, Wirt, Seiler, Drechsler, Schmied und Köhler erzählten der Reihe nach über ihre Berufe. Bei einem Puppenspiel der Schüler lud die Königin den Hofstaat zu ihrem Geburtstag ein. Richtig schöne Bilder stammen von einer Drohne, die Lehrer Jerome Brunelle über die Burg fliegen ließ. Die Texte zur Geschichte der Anlage sprachen Dominik Letzgus und Gina Hirt.

Der Förderverein brachte mit der Veranstaltung Kindern Heimatgeschichte nahe: "Eine gute Investition in die Jugendarbeit", fand Vorsitzender Hubert Breisinger.

 
 

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