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Sulz a. N. Orchideen fallen dem Mähwerk zum Opfer

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Abgemäht in der Blütezeit: eine von 19 BocksriemenzungenFoto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz. Unterhalb der Stützmauer am Sulzer Ortsausgang Richtung Oberndorf blüht es. "Das ist schön", freut sich Marianne Majewski. Die Stadtgärtnerei hat dort eine Blumenwiese für Bienen und Hummeln angelegt. Das Gras steht hoch, und das soll so auch sein. Gegenüber ist neben dem Gehweg dagegen alles abgemäht worden. Marianne Majewski war entsetzt, als sie das sah. Dem Mähwerk sind nämlich auch die dort wachsenden und unter Naturschutz stehenden Bocksriemenzungen zum Opfer gefallen. 19 Exemplare dieser Orchideenart hat sie auf der kleinen Grünfläche erst vor kurzem noch gezählt. Und das eigentlich "mitten in Sulz".

Der Albeck-Hang ist bekannt für seine Orchideen. Dass es noch andere Plätze gibt, jedoch weniger. Die Sulzerin hat den Standort mit den Bocksriemenzungen vor zehn Jahren mit ihrem Mann entdeckt. Sie haben ihn aus gutem Grund geheimgehalten, denn immer wieder kommt es vor, dass Orchideen verbotenerweise ausgeggraben werden. Sie kennt noch weitere Orchideenplätze in der Stadt, unter anderem auf dem Stockenberg und am Gähnenden Stein. Zweimal täglich ist sie zu Fuß unterwegs, bei jedem Wetter. "Ich erhole mich in der Natur", sagt sie. Dabei erfreut sie sich auch an den Blumen am Wegrand. Eigentlich könnte es in Sulz mehr blühen, findet sie, beispielsweise auf dem Wöhrd. Stattdessen liegt dort ein wenig ansehnlicher Sandhaufen. Immerhin gebe es den Slogan "Sulz blüht".

Umso trauriger, dass nun die Orchideen am Ortsausgang abgemäht wurden. Sie hebt einen etwa 30 Zentimeter langen Stengel mit verdorrten Blättern auf. Sie zeigt auf weitere Stellen mit kümmerlichen Resten der Bocksriemenzunge. Den Namen hat die Pflanze, weil sie, nicht gerade angenehm, nach Bock riecht. Die Blütezeit der streng geschützten Orchidee ist im Mai und Juni. Bleibt zu hoffen, dass der Bestand den Radikalschnitt überlebt.

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