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Sulz a. N. Keine Werkserweiterung ohne Ausgleich

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Nicht jeder freut sich über weitere Streuobstwiesen.                                                Archiv-Foto: Zelenjuk Foto: Schwarzwälder Bote

Sulz. Ebenfalls Thema im Gemeinderat waren gleich mehrere Bebauungspläne, für die während der öffentlichen Auslegung von verschiedenen Behörden Stellungnahmen vorgebracht worden waren. Umweltaspekte spielten dabei eine zentrale Rolle.

Zunächst ging es dabei um das Neubaugebiet "Mühlheimer Feld" in Fischingen. Als Ausgleichsfläche dafür soll ein sogenannter Öko-Acker entstehen, um ein Habitat für die Feldmaus zu schaffen. Auch hatte das Landratsamt Rottweil einen zusätzlichen freiwilligen Ausgleich vorgeschlagen. Die Beschlussvorlage sah aber vor, darauf zu verzichten, da das Wohngebiet selbst schon einige umweltfreundliche Elemente enthalten soll.

Auch das geplante "Schuppengebiet Hochäcker" in Fischingen war Thema. Hier war festgestellt worden, dass in dem Gebiet die Zauneidechse ein Habitat haben könnte. Deshalb sieht der Bebauungsplan nun einen Steinhaufen am Rand des Schuppengebietes vor, um den Tieren einen eigenständigen Umzug zu ermöglichen. Ebenfalls soll eine angrenzende Streuobstwiese erweitert werden und auch innerhalb des Gebietes will man einzelne Bäume pflanzen. Die dadurch entstehenden Kosten, sollen laut Bürgermeister Gerd Hieber in die Kalkulation der Preise für die Schuppen mit einbezogen. Ebenfalls wurde der Bebauungsplan für die geplante Erweiterung des Heinrich-Kipp- Werks in Holzhausen besprochen. Hier ist ein großes Defizit an Öko-Punkten ein Problem. Deshalb darf zunächst nur ein Teil der vorgesehenen Fläche bebaut werden. Für die Bebauung der restlichen Fläche erfolgt erst eine Einwilligung, wenn ein Öko-Ausgleich erbracht ist. Denn durch den geplanten Bau falle eine Brutstätte für Feldlärchen weg, sowie Brutplätze für Bodenbrüter und Ruheplätze für Fledermäuse.

Reiner Wössner, Leiter des Stadtbauamtes, schlug vor, den Ausgleich nicht erneut auf Kosten landwirtschaftlicher Flächen vorzunehmen, und verwies darauf, dass Renaturierungen von Gewässern beachtlich viele Öko-Punkte einbringen könnten.

Von der bisherigen Politik, Ausgleich durch Streuobstwiesen zu schaffen, zeigte sich Heinrich von Stromberg (CDU) wenig begeistert: "Nicht noch mehr Apfelbäume bitte", klagte er. Dem entgegnete Wössner, dass man an der Pflanzung von Apfelbäumen festhalten werden, denn "sie sind ein Charakteristikum unserer Landschaft".

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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