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Sulz a. N. Keine Angst auf dem Wochenmarkt

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Die Kunden halten brav Abstand zueinander, wie hier am Obst- und Gemüsestand. Foto: Neumann

Auch wenn die Corona-Krise sowohl in der Bevölkerung, als auch in der Wirtschaft für Verunsicherung sorgt, läuft der Sulzer Wochenmarkt wie gewohnt weiter. Einige Maßnahmen wie eine Warenübergabe ohne direkten Kontakt oder der notwendige Zwei-Meter-Sicherheitsabstand werden eingehalten.

Sulz. Die beruhigende Nachricht vorweg: Hamsterkäufe werden auf dem Sulzer Wochenmarkt quasi überhaupt nicht getätigt. "Wir verkaufen aber trotzdem mehr als sonst", sagt Martin Mueller vom Stand "Natürlich Fisch". "Die Leute kaufen teilweise größere Mengen, aber von Hamstern kann keine Rede sein", so Mueller. Einige Vorsichtsmaßnahmen wurden von den Standbesitzern dennoch im Vorfeld getroffen, wie beispielsweise die gelben "Abstand halten!"-Schilder, die zum Teil mehrfach an den Ständen angebracht sind. "Das klappt gut, die Leute halten sich daran", meint Mueller. Dennoch hat er für sich weitere Maßnahmen getroffen. So wird das Geld zuerst auf einen Teller gelegt, ehe es von ihm entgegengenommen wird, beim Wechselgeld das selbe Spiel. "So wird der direkte Kontakt vermieden", erklärt der Händler.

Der Geflügelhof Schneckenburger verzeichnet einen leicht höheren Verkauf als normalerweise. "Mehl und Hefe verkaufen sich am besten. Vor allem Hefe ist sehr oft vergriffen", so die Verkäuferin. Der Nudelverkauf gehe dagegen allmählich zurück. Auch am Geflügelstand werden die Sicherheitsvorschriften penibel eingehalten. So werden die Handschuhe am Tag mehrfach gewechselt und die Hände sowie der Verkaufsbereich regelmäßig desinfiziert, so die Verkäuferin.

Auch Eckhardt Künstle verkauft an seinem Obst- und Gemüsestand mehr als üblich. Der Händler aus Lahr bedient seine Kundschaft quasi am laufenden Band. "Es wird mehr eingekauft, und wir haben auch mehr Kunden als sonst", so Künstle. Er denke allerdings auch, dass es daran liege, dass ein Einkauf an der frischen Luft zur jetzigen Zeit sinnvoller sei, als in einem Supermarkt. "Wichtig ist, keine Angst deshalb zu haben", meint Künstle. Das sehen einige Kunden ähnlich. "Ich achte darauf, den Sicherheitsabstand einzuhalten, aber Angst habe ich keine", erklärt eine Kundin. Vorsichtsmaßnahmen hat Künstle trotzdem getroffen. So wird die Ware in einer Metallschale an die Kunden ausgehändigt, um auch hier den direkten Kontakt zu vermeiden. Das Bargeld dagegen werde weiterhin normal übergeben. "Vor Geld habe ich keine Angst", scherzt er und lacht. Hamsterkäufe werden an seinem Stand keine getätigt, auf dem Großmarkt dagegen schon, merkt Eckhardt Künstle an.

Ähnlich vorbildlich läuft es am Wagen der Metzgerei Graf aus Dunningen ab. Die Kunden halten allesamt brav den Abstand ein. Doch wie sieht es hier mit Hamsterkäufen aus? "Klar, die Dosen und die vakuumierten Waren gehen am Besten weg, aber alles davon in normalen Mengen", berichtet Thomas Weidenauer. Auch höhere Verkaufzahlen seien zu verzeichnen. Dies liege allerdings an der Schließung der Metzgerei Hölle im Ortskern von Sulz und war bereits vor der Corona-Krise zu bemerken, erklärt er.

Ein nahezu identisches Einkaufsverhalten wie vor der Corona-Situation kann Hoda Hamdan von "Raya-Feinkost" aus Altensteig feststellen. "Die Feinkostwaren sind ja sowieso nicht wochenlang haltbar", so Hamdan. Auf die Hygiene wird auch hier strengstens geachtet. So werden alle verkauften Waren in einer Box an den Kunden übergeben, damit es auch hier zu keinem unmittelbaren Kontakt kommen kann. Außerdem wäscht und desinfiziert sie ihre Hände regelmäßig.

Auch wenn sich die Sulzer nahezu vorbildlich an die Corona-Sicherheitsmaßnahmen halten, sind dennoch zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes zur Kontrolle auf dem Wochenmarkt vor Ort. "Bislang ist es ruhig, die Leute sind aber auch überwiegend vernünftig", meint eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes. Außerdem gehe es den Leuten ja auch um ihren eigenen Schutz, erklärt sie weiter.

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