Sportdirektor Marc Stein (li.), Trainer Mustafa Ünal: Vorfreude aufs erste Kickers-Heimspiel 2022. Foto: imago//Robin Rudel

Der einzige Neuzugang der Stuttgarter Kickers in der Winterpause war der Sportdirektor. Und bei Marc Stein ist die Vorfreude auf die Oberliga-Heimpremiere groß. Allerdings steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Mijo Tunjic.

Stuttgart - In der Hinrunde schnürte Marc Stein noch die Kickstiefel für den Fußball-Regionalligisten VfB Stuttgart II. Seit 1. Januar fungiert der 36-Jährige als Sportdirektor des Oberligisten Stuttgarter Kickers – und wenn er auf die Unterschiede zwischen den beiden Spielklassen angesprochen wird, sagt er: „Das Tempo und die Intensität sind in der Regionalliga höher, fußballerisch ist der Unterschied dagegen nicht so groß. Wir spielen in einer starken Oberliga.“

 

Zwei Pflichtspiele seiner Blauen konnte Stein seit Ende der Winterpause schon unter die Lupe nehmen. Mit dem 3:0 beim FC Astoria Walldorf II und dem 1:0 im hitzigen Derby beim SSV Reutlingen hätten die nackten Ergebnisse kaum besser sein können. „Die Stabilität passt, wir haben relativ wenig zugelassen, doch es gibt noch Verbesserungsmöglichkeiten. Vor allem an der Konsequenz im letzten Drittel, an den Torabschlüssen müssen wir arbeiten“, sagt Stein.

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Nun geht das Rennen um den Aufstieg zu Hause weiter. „Ich bin gespannt und freue mich sehr auf die Heimpremiere. Es ist wichtig, auch in unserem Wohnzimmer gut zu starten und Stärke zu zeigen“, sagt Stein vor dem Auftakt an diesem Samstag (14 Uhr) gegen den Tabellenvierten TSG Backnang. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Kapitän Mijo Tunjic. Den Stürmer plagen Oberschenkelprobleme. Definitiv noch kein Thema für den Kader sind der verletzte Markus Obernosterer und Nico Blank (Trainingsrückstand).

Volles Haus gegen Freiberg

Die Kickers freuen sich, dass eine 75-Prozent-Auslastung im Gazi-Stadion möglich ist. Gegen das TSG-Team von Spielertrainer Mario Marinic werden 2500 Zuschauer auf der Waldau erwartet, am kommenden Mittwoch (19 Uhr) im Spitzenspiel gegen den SGV Freiberg dann mindestens 4000 Besucher. „Dieses Topduell schwebt über uns, aber dies darf und wird unsere Konzentration auf das Spiel gegen Backnang in keinster Weise beeinträchtigen“, betont Stein.

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Das Spiel gegen Freiberg hätte am ursprünglichen Termin (11. Dezember 2021) als Geisterspiel ausgetragen werden müssen. „Im Nachhinein sind wir froh, dass es damals ausfiel und wir jetzt vor voller Hütte spielen können. Das hilft uns natürlich enorm“, sagt Geschäftsführer Matthias Becher mit Blick auf die Einnahme. Nachdem die Mannschaft in Reutlingen in weißen Sondertrikots aufgelaufen war, werden es gegen den SGV blaue Sondertrikots sein.