Am Wochenende war es endlich soweit, der Förderverein der Strohmanufactur öffnete seine Räume. Bereits am Freitag fand ein kleiner Empfang für geladene Gäste statt. Die Räumlichkeiten sollen das Handwerk der Strohflechtereien lebendig halten.
Die Vorsitzende des Fördervereins, Ingrid Schyle, hieß die Gäste im vorderen Raum, der „Nähstube“, willkommen. Gekommen waren Sabine Dietzig-Schicht vom Naturpark Südschwarzwald, Verena Fahl von der Dom-Clemente-Schule, Bürgermeister Jörg Frey mit einigen Gemeinderatsmitgliedern, der ehemalige Eigentümer der Villa Hans Sperl sowie viele Vereinsmitglieder.
Endlich sei es nun soweit, freute sich Schyle. 2016, als man den Verein gegründet hatte, wusste man noch gar nicht, wo der Weg hingehe, sicher war man sich lediglich, dass man das Kulturgut aus der ehemaligen Strohhutfabrik Sauter erhalten wollte.
Sponsoren unterstützen das Projekt
Die Vorsitzende gab einen kurzen Abriss über den langen Weg, den man seither ging. Viel Arbeit sei es gewesen, rund 4500 Arbeitsstunden steckten die Mitglieder in ihr Projekt. Wohlgemerkt hatte man daneben auch noch die normale Vereinsarbeit zu erledigen, gab Kurse, besuchte Märkte.
Schyle dankte allen Sponsoren für die finanzielle und materielle Unterstützung. Sie betonte, dass man auch aus der Leader-Förderung Geld erhielt. Dank galt auch der Gemeinde Schonach, dem Bauhof und dem Gemeinderat für die Unterstützung sowie dem Ehepaar Sperl. Unterstützung erhielt man auch vom Team Silvia Hettich, das eine Konzeption für die Räumlichkeiten erstellte. Und vor allem den Mitgliedern, die so unermüdlich viel ehrenamtliche Arbeit in das Projekt gesteckt hatten. Nun sollen die Räumlichkeiten das Handwerk der Strohflechterein lebendig erhalten, aber auch als Veranstaltungs-, Kreativ- und Vereinsräume dienen.
100 000 Euro investiert
Verena von Stemm zeigte anschließend einige Impressionen aus den vergangenen Jahren, die das Ausräumen der Strohhutfabrik und das Werden der Räume in der Villa Sperl zeigten.
Bürgermeister Frey gratulierte zur Eröffnung der mehr als gelungenen Räume. Es sei eine besondere Leistung des Vereins gewesen, was hier geschaffen wurde. Frey betonte aber auch, dass die Gemeinde rund 100 000 Euro investiert habe. Nun hoffte und wünschte er, dass sich die Räume mit Leben erfüllen mögen.
Sabine Dietzig-Schicht vom Naturpark Südschwarzwald, die das Projekt auch als Gutachterin begleitet hatte, schwärmte ebenfalls von den tollen Räumlichkeiten und sagte auch weiterhin die Unterstützung des Naturparks zu.
Firmenschild kommt zurück nach Schonach
Klaus Nagel vom Heimat- und Gewerbeverein Triberg erklärte, dass einst Werner Oppelt Gerätschaften aus der alten Schonacher Strohhutfabrik Sauter ins Schwarzwaldmuseum nach Triberg gebracht hatte. Diese seien wieder in Schonach zurück. Auch das alte Firmenschild sei dort gelandet. Und nun, nach der Eröffnung, so versprach er, soll dieses ebenfalls wieder nach Schonach kommen.
Nach dem offiziellen Teil war Zeit, die Räume zu bestaunen, was die Gäste auch ausgiebig taten und sich von den Mitgliedern des Fördervereins Details aus Nähstube, Contor oder Fasnachtsstube erläutern ließen. Auch am Wochenende schauten viele Interessierte vorbei und sahen sich die Räumlichkeiten interessiert an.