Die Stiftstraße wurde wegen Rissen in der Dringlichkeit der Sanierung als "hoch" eingestuft. Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Straßberger Giftstraße und Alte Steige müssen saniert werden

Jährlich werden die Straßen in Straßberg und Kaiseringen auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis: Die Stiftstraße und die Alte Steige haben eine Sanierung dringend nötig.

Straßberg. Seit 2007 erstellt das Ingenieurbüro Czerwenka alljährlich eine Erhebung über die Straßenmängel der Gemeinde. "Damit wir nicht nicht allzu böse Überraschungen erleben", erklärte Bürgermeister Markus Zeiser in der jüngsten Gemeinderatsitzung. Die Bestandsaufnahme, so der Rathauschef, sei wichtig, "um zu sehen, was auf uns zukommt".

Bei der Aufstellung, die Czerwenka der Verwaltung und dem Gemeinderat nun vorgelegt hat, handelt es sich laut seinen Angaben um eine Fortschreibung von 2019. Sie zeigt, welche Sanierungen mittel- und langfristig angegangen werden müssen. Würden sogleich alle empfohlenen Maßnahmen ergriffen, dann stünde Peter Czerwenkas Berechnungen zufolge am Ende die stolze Summe von 9,2 Millionen Euro unter dem Strich.

Allerdings sind, wie der Planer darlegte, die in der Aufstellung aufgeführten Schäden lange nicht so hoch wie jene in der Bohlsiedlung. Diese waren so gravierend, dass der Gemeinderat zuvor entschieden hatte, die Sanierungsarbeiten sofort auszuschreiben.

Die Aufstellung basiert auf einer Abstufung nach Dringlichkeit. Als "hoch" – die Sanierung sollte möglichst zeitnah erfolgen, da die Schäden groß sind – stuft Czerwenka die Stiftstraße und die Alte Steige im Gebiet "Neues Heutäle" ein. Für Fräs-und Belagsarbeiten setzte er Kosten in Höhe von 130 000 Euro beziehungsweise 120 000 Euro an. In Kaiseringen steht die Inlinerbefahrung des Kanals in der Frohnstetter Straße im Bereich der Einmündung Untere Breite ganz oben auf der Liste; die Kosten liegen laut Czerwenka bei etwa 120 000 Euro.

"Wie lange können wir die beiden Straßen in Straßberg noch schieben?", erkundigte sich CDU-Gemeinderat Marvin Faust beim Fachmann. Czerwenka hält es für durchaus vertretbar, noch einige Jahre zu warten – wichtig sei, dass Risse beizeiten verfüllt würden.

Der Bürgermeister berichtete außerdem, dass an Wasserleitungen bei den Gebäuden Ulmenweg 11 und Eschenweg 4 größere Schäden festgestellt worden seien. Die Leitungen wiesen im Abstand von etwa 20 Zentimetern Risse auf; es seien ein Austausch und Neuanschlüsse erforderlich. Im Zuge dieser Arbeiten solle auch der Wasserschacht erneuert werden. Die Kosten werden auf rund 37 000 Euro geschätzt.

Des weiteren verwies Markus Zeiser auf Schächte und Straßeneinläufe, die sich mit der Zeit absenkten und damit eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellten. Es habe sich bewährt, auch kleinere Schäden wie Risse im Asphalt regelmäßig zu reparieren. Im kommenden Jahr würden wieder Straßenunterhaltungsmaßnahmen durchgeführt, für die im Haushalt 60 000 Euro eingestellt seien.

Die Gemeinderäte kamen am Ende überein, dass das Büro Czerwenka eine Preisabfrage an einheimische Tiefbaufirmen richten solle. Bürgermeister Zeiser appellierte an alle Ratsmitglieder, alle Schäden zu melden, die ihnen auffielen.

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