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Stetten am kalten Markt Hilfreich trotz Turnierausfall

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Spendenübergabe beim Golfclub Sigmaringen (von links): Sonja Faber-Schrecklein, Hubert Bosch, Eva-Maria Nestelhut, Jörg Stadler, Elisabeth Mogg und Wolfgang Wurster helfen mit den Spendengeldern Kindern in Not.Foto: Setz Foto: Schwarzwälder Bote

Sigmaringen. Das Lions-Benefizturnier auf der Golfanlage in Inzigkofen ist coronabedingt in diesem Sommer ausgefallen – es wäre das 18. auf der 18-Loch-Golfanlage in Inzigkofen gewesen, bei dem die Aktiven für einen guten Zweck die Schläger geschwungen hätten.

Coronabedingt hatte der Lions-Club Sigmaringen-Hohenzollern als Veranstalter zusammen mit dem Golf-Club Sigmaringen/Zollern-Alb entschieden, das Turnier ausfallen zu lassen. "In den vergangenen Jahren haben wir immer Unternehmen angeschrieben, um sie als Spender für das Benefizturnier zu gewinnen", sagte Wolfgang Wurster, Präsident des Golfclubs. Darauf habe man in diesem Jahr verzichtet.

Laut Jörg Stadler, Vize-Präsident des Lionsclubs, wollten die Verantwortlichen die Kontinuität bei den Spenden unbedingt beibehalten. Das sei gelungen. Dank der Reinhold-Beitlich-Stiftung in Tübingen unter Federführung von Golfclub-Mitglied und Stiftungsrat Hubert Bosch kam eine große Summe zusammen 15 000 Euro – inklusive der Spende des Lionsclubs.

Das Geld wird auf drei Einrichtungen verteilt: 6000 Euro gehen an die Nachsorgeklinik in Tannheim, die familienorientierte Rehabilitation für Kinder bei Herz-, Krebs und Mukoviszidose-Erkrankungen anbietet. Sonja Faber-Schrecklein vom Vorstand der Deutschen Kinderkrebsnachsorge berichtete, dass in der Klinik Kinder aus 16 Bundesländern, aus Österreich und der Schweiz über einen Zeitraum von mehreren Wochen behandelt werden. In der Zeit des Aufenthaltes erhalten sie auch Schulunterricht.

5000 Euro gehen an den ambulanten Kinderhospizdienst Amalie in Weingarten, wo laut Elisabeth Mogg aktuell vier Vollzeitkräfte und 65 Ehrenamtliche in die Betreuung von 28 Familien eingebunden sind. Dabei geht es in erster Linie um die psychosoziale Begleitung der Familien. Jedes Jahr benötigt der Kinderhospizdienst 100 000 Euro an Spendengeldern. 4000 Euro gehen an den Deutschen Kinderschutzbund, Kreisverband Sigmaringen. Vorsitzende Eva-Maria Nestelhut berichtete, dass der Schwerpunkt der Arbeit zum einen in der Prävention und zum anderen im begleiteten Umgang nach sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen liege. Nestelhut bedauerte, dass die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung zurückgegangen sei.

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