Oberbürgermeister Jürgen Großmann empfing eine Abordnung der Sternsinger im Nagolder Rathaus. Foto: Schölzel

Coronabedingt kam in diesem Jahr nur eine kleine Gruppe der Sternsinger ins Nagolder Rathaus.

Nagold - Aufgrund der Pandemie fiel die Aktion der Sternsinger in diesem Jahr kleiner aus als normal. Für viele Haushalte gab es den Segen nur aus der Tüte. Ins Nagolder Rathaus brachten die Sternsinger ihre Botschaft am Freitag jedoch persönlich.

"Von Tür zu Tür erzählen wir es weiter, von Tür zu Tür erinnern wir daran...", singen die vier Sternsinger zum Sternsingerempfang im Foyer des Nagolder Rathauses und versprühen dabei den Duft von Weihrauch. Dieses Jahr sammelten die Sternsinger wieder Spenden unter dem Motto "Gesund werden, gesund bleiben". Diese fließen insbesondere nach Ägypten, in den Südsudan und nach Ghana, um dort Projekte im Gesundheitssystem finanziell zu unterstützen. Empfangen wurde die Truppe im Rathaus von Oberbürgermeister Jürgen Großmann. "Ich will Euch einfach Danke sagen. Eure Arbeit ist wichtig und Ihr macht das toll", sagt Großmann.­ Weiter führte er aus, dass das Miteinander mit der katholischen Kirche in der Gemeinde ausgezeichnet sei und "alle auf einer klaren, gemeinsamen Linie sind, die Botschaft Christi weiterzugeben".

Dieses Jahr gab’s nur eine kleine Segenstüte

Normalerweise besteht die Gruppe Sternsinger aus mindestens 20 bis 30 Kinder, die bei etwa 800 Haushalten allein in Nagolds Kernstadt von Tür zu Tür ziehen. Dieses Jahr fiel die Gruppe und Aktion pandemiebedingt kleiner aus. So konnten die vier Sternsinger am 6. Januar nur exemplarische Haushalte besuchen, wie Jörg Kohr ausführte, der als Betreuer die Gruppe bei ihrem Lied auf der Gitarre begleitete. Der Rest hat kleine "Segenstütchen" in den Briefkasten bekommen und Spenden konnten online durchgeführt werden.

Trotzdem haben sie tolle Erfahrungen gemacht: "Die, die wir besuchen durften, haben sich sehr gefreut. Vor allem ältere Leute sind immer ganz entzückt, wenn die Kinder kommen und singen", erzählten Kohr und Markus Fritsch, der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Um den Segen an die Leute zu tragen, wurde manch einer auch erfinderisch: Da die Sternsinger nicht in die Wohnung kommen durften und eine ältere Dame ihr Bett nicht verlassen konnte, hat ihre Pflegerin die Sternsinger mit ihrem Gesang kurzerhand abgefilmt und den Segen per Video überbracht, wie Kohr und Fritsch freudestrahlend erzählen.

Die Sternsinger sind stolz

Den jungen Sternsingern selbst macht die Aktion jedes Jahr einen sehr viel Spaß: "Es ist ein bisschen blöd mit der Maske, aber ist ja für einen guten Zweck. Spenden zu sammeln ist ein viel besseres Gefühl, als nur zu Hause zu sitzen", sind sie sich einig.