Auf der Meßstetter Steige oberhalb von Ebingen ist am Sonntagnachmittag ein Steinschlag niedergegangen. Seither ist die Landesstraße 433 gesperrt – und das bleibt noch eine Weile so.
Laut Angaben des Landratsamts in Balingen, in dessen Zuständigkeit die L 433 fällt, hatten sich am späten Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr ungefähr vier bis fünf Kubikmeter Gestein, Geröll und Erde von einer Felsnase oberhalb der Meßstetter Steige gelöst, war zu Tal gerutscht und auf die Fahrbahn der Landesstraße geprallt.
Bei diesem Aufprall auf den Asphalt wurde das Material zerkleinert; die größten Brocken, die aufgefunden wurden, haben laut Angaben des Landratsamts die Dimension eines Medizinballs.
Wie es zu dem Steinschlag kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Regen- und Schneefälle der vergangenen Tage und Wochen mögen eine Rolle gespielt haben; und natürlich arbeitet der Fels, wenn es erst friert und dann wieder taut – doch fürs Erste sind das Spekulationen.
In den nächsten Tagen werden L 433 und der Hang zwischen Ebingen und Meßstetten geräumt
Am Montag war ein Geologe zusammen mit Mitarbeitern der Straßenmeisterei und einem Vertreter des Regierungspräsidiums Tübingen vor Ort und hat die Gegebenheiten untersucht. Die Räumung von Hang und Straße soll in den kommenden erfolgen Tagen. Die Verbindung zwischen Ebingen und Meßstetten wird deshalb bis Ende der Woche für den Verkehr gesperrt sein.
Die Stelle, an dem Geröll und Erdreich niedergingen, befindet sich westlich, also oberhalb der Stelle, wo der Weg zur Sandgrube abzweigt, nämlich dort, wo die lange Parkbucht auf der nördlichen, dem Abhang zugewandten Fahrbahnseite beginnt.
Einen Zusammenhang zwischen dem Steinschlag und Sicherungsmaßnahmen im Gelände oberhalb der Meßstetter Steige sieht das Landratsamt nicht. Im Frühsommer dieses Jahres war am weiter östlich gelegenen Couragefelsen intensiv gebohrt, betoniert und genagelt worden.
Das Landratsamt verweist auch darauf, dass die L 433 im fraglichen Bereich immer wieder Objekt von Untersuchungen und Sicherungsmaßnahmen sei.