Über die Neugestaltung der Altensteiger Unterstadt freuen sich Bürgermeister Gerhard Feeß (von links), Landtagsabgeordneter Thomas Blenke, Bauamtsleiterin Nadine Hentschel und Hochbauamtsleiter Andreas Bayer. Foto: Köncke

Mit 1,8 Millionen Euro hat Altensteig die höchste Einzelzuwendung aus der Städtebauförderung des Landes Baden-Württemberg in jüngster Zeit erhalten. Verwendet wird das Geld für öffentliche und private Sanierungsmaßnahmen.

Altensteig - Dass die Kommune einen solch hohen Betrag bekommt, hängt für den CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Blenke mit der Stadtentwicklung 2025 "aus einem Guss" zusammen und dass mit der Aufstockung weitere Sanierungen durchgeführt werden können. Ohne staatliche Förderung wären für Bürgermeister Gerhard Feeß Neu- und Umgestaltungen in diesem Umfang nicht möglich gewesen.

Dass sich Besitzer von Ladengeschäften an der Verschönerung des Stadtbildes beteiligt haben, ließ er nicht unerwähnt. Bauamtsleiterin Nadine Hentschel ging näher auf das Prozedere ein. 23 Förderanträge seien im Rathaus unter Bekanntgabe beabsichtigter Maßnahmen und voraussichtlicher Kosten bearbeitet und positiv entschieden worden Als Beispiel wurden das Sport- und Schuhhaus Wenz und das Modegeschäft Seeger genannt. 30 Prozent der Aufwendungen bis zum Höchstbetrag von 50.000 Euro werden als Zuschuss gewährt. Um weitere Vorhaben im Sanierungsgebiet realisieren zu können, hatte die Stadt einen Aufstockungsantrag gestellt. Dass 1,8 Millionen Euro ausbezahlt werden, ist für Feeß ein Hinweis, dass das Land den ländlichen Raum "zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität" stärker im Blick habe.

Aber nur, wenn "vor Ort etwas läuft und in Stuttgart sichtbar ist", verdeutlichte Blenke. "Jeder Euro, der nach Altensteig fließt, löst Investitionen von acht Euro aus", bezog sich der Abgeordnete auf statistische Angaben. Mit dem Zuschuss könnten leerstehende Wohnungen saniert, Gebäude umgenutzt, barrierefreie Zugänge geschaffen und die energetische Sanierung von Altbauten veranlasst werden, führte er einige Beispiele auf. Deshalb sei das Land auch bereit, weitere Mittel aus der Städtebauförderung – die es seit 50 Jahre gibt – zur Verfügung zu stellen.

Dass Altensteig auch in Zukunft auf staatliche Zuschüsse im Sanierungsgebiet "Untere Stadt" angewiesen ist, erläuterte Hochbauamtsleiter Andreas Bayer. Bei der Städtischen Musikschule sei in den letzten 40 Jahren bis auf kleinere Reparaturen und Erneuerungen nichts gemacht worden, deshalb stehe bis 2024 eine Generalsanierung ins Haus. Um sich bei Ausbruch eines Feuers oder andere Bedrohungen in Sicherheit zu bringen, müsse ein zweiter Rettungsweg installiert werden. Die Barrierefreiheit durch einen Aufzug sei eine weitere Aufgabe. "Außerdem ist ein Anbau in Richtung Parkhaus geplant und die Toilettenanlage kommt weg".

Überschlägig wird mit Kosten von drei Millionen Euro gerechnet. Bis zur Realisierung könnten es auch 3,5 Millionen werden, will Bayer nicht ausschließen.

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