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St. Georgen Was würde Luther heute sagen?

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Foto: © ArTo – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder-Bote

Wer aufmerksam durch die Innenstadt geht, sieht momentan überall angeschlagene Thesen, so wie es Martin Luther im Jahr 1517 an der Tür der Schlosskirche in Wittenberg gemacht hat.

St. Georgen. Pastor Tobias Beißwenger von der Taborkirche war zu Beginn der Aktion nach den Sommerferien eher skeptisch, ob denn genügend Vorschläge eingehen würden. Zusammen gekommen sind letztlich 101, durch gleiche Aussagen sind es nun genau 95 Vorschläge. Zur Eröffnung der Ausstellung trafen sich Helfer und einige Teilnehmer im Café Bohnenheld.

Nach Beißwengers Worten befinden sich die Kirchen im Wandel. Schon Kirchenvater Augustin meinte: Ecclesia semper reformande est – Die Kirche ist immerwährend zu reformieren. Nach Beißwengers Worten liegt der Grund für die Krise der Kirche in Europa auch darin, dass sich die Kirche zu wenig, zu spät und zu langsam verändert.

Es gibt zwei Pole. Auf der einen Seite den Willen Gottes und auf der anderen die Bedürfnisse des Menschen. Die Frage nach den Bedürfnissen ist verloren gegangen. Martin Luthers Sprichwort "Dem Volk aufs Maul schauen" komme gerade recht. Die Kirchen sind aufgefordert, auf die Menschen zu hören. Beißwengers Anliegen ist, dass die Teilnehmer der 95-Thesen-Aktion in den Dialog mit Gott treten. Einige Verfasser ihrer These waren anwesend. So auch Amelie, die in der fünften Klasse ist. Ihr ist wichtig, dass die Menschen nur kaufen sollen, was sie auch brauchen und lieber mehr an Hilfsorganisationen spenden. Zudem ist sie für fairen Handel.

Etliche Schüler der achten Klasse wünschen sich Frieden auf der Welt und keine Kriege. Ein Teilnehmer sagte die Worte "Einfach leben", je nachdem auf welchem die Betonung liegt, kommt jeweils ein anderer Sinn dabei heraus. Beißwenger war hocherfreut darüber, dass an der Litfaßsäule vor der katholischen Kirche viele Plakate angebracht werden durften. Auch im oberen Eingangsbereich zum Edeka-Markt fallen die Thesen an den Fenstern auf.

Aktion geht noch bis zum 31. Oktober

Sie können in der Innenstadt bis zum 31. Oktober gelesen werden. Da an diesem Tag ein Feiertag ist, bietet sich ein Rundgang zu Luthers Jubiläum des Thesenanschlags förmlich an.

Die gedruckten Thesen können im Café Bohnenheld eingesehen werden und bei Interesse gegen einen Unkostenbeitrag von zehn Euro bestellt werden. Musikalisch umrahmten Frank Scheuerle, Karin Schlayer sowie Reinhard Ziegler mit Melodien von Joseph Haydn und John Dowland die Eröffnung der Ausstellung.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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