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St. Georgen Schüler erleben beim Berufswegetag Handwerk und Industrie hautnah

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Der Auszubildende der Firma Schneider zeigt den Schülern, mit welchen Maschinen man im Betrieb zu tun hat. Foto: Zelenjuk Foto: Schwarzwälder Bote

St. Georgen. Was macht ein Elektroniker, ein Glasfassadenbauer, ein Rettungssanitäter? Welche Aufstiegschancen hat man in der Pflege und in der Gastronomie? Was gehört zu den Aufgaben eines Polizeibeamten oder einer Bankkauffrau? Antworten auf diese Fragen gab es beim Berufswegetag des St. Georgener Schulnetzwerks.

13 Firmen und Institutionen aus der Region stellten 39 Berufe vor, informierten über Voraussetzungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. "Im Unterschied zu Berufsmessen geht es in den 90-minütigen Workshops sehr praxisnah zu", erklärte Guido Santalucia vom Schulnetzwerk. "Viele Firmen in der Region bieten mittlerweile ein duales Studium an. So können sie auch zunehmend Schüler vom Gymnasium für Ausbildungsberufe gewinnen", betonte er.

Jeder Teilnehmer lernt insgesamt drei Bereiche kennen

Beim Berufswegetag lernten rund 200 Schüler von der Robert-Gerwig-Schule, der Realschule, dem Thomas-Strittmatter-Gymnasium und dem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum Lernen (SBBZ) verschiedene Bereiche und Berufe kennen. Jeder Teilnehmer besuchte jeweils drei Workshops.

Die Schüler übten beim DRK-Kreisverband stabile Seitenlage und testeten Beatmungsgeräte, bauten bei der Firma EGT eine KNX-Schaltung zusammen und lernten beim Workshop der evangelischen Altenhilfe, wie man eine Spritze gibt.

Harry Hurtz vom Polizeipräsidium Tuttlingen stellte die Aufgaben der Polizei vor – sehr kurzweilig und mit anschaulichen Beispielen. Die Vertreter der "Best Western Plus Schwarzwald Residenz" erklärten, worauf es im Hotelgewerbe ankommt. Großer Andrang herrschte bei der Sparkasse und den regionalen Unternehmen EBM-Papst, Schneider und Schunk. Viele wollten auch soziale Berufe wie Altenpfleger und Rettungssanitäter kennenlernen.

Mit der Resonanz zeigten sich die meisten Firmen zufrieden. Eine Ausnahme: Fensterbauer Manfred Rosenfelder stimmte die bescheidene Teilnehmerzahl in seinem Workshop – ­es waren nur vier – nachdenklich. "Es ist ein interessanter Bereich, aber das Handwerk hat in unserer Gesellschaft ein schlechtes Image", meinte er. "Dabei kann man sich weiterbilden und sogar eine eigene Firma aufbauen. Es ist alles möglich", betonte Rosenfelder. Viele junge Menschen wüssten heutzutage nicht, dass es Berufe wie Fenster- oder Glasfassadenbauer überhaupt gebe.

Viele Jugendliche sind vom Angebot positiv überrascht

"Ich fand den Workshop bei der Sparkasse sehr interessant", sagt Realschülerin Pia Haas. "Man hat uns gut erklärt, wie viel dahinter steckt. Ich finde es toll, dass man dort als Auszubildender relativ früh anfängt, selbstständig zu arbeiten, und viele Möglichkeiten hat, weiterzukommen", so ihr Fazit. Trotzdem sagt sie, dass ihr Berufswunsch Friseurin bleibt.

Andrea Rauer, ebenso Neuntklässlerin an der Realschule, schnupperte in die Berufe Rettungssanitäter, Polizeibeamte und Altenpfleger rein. "Der Workshop beim Roten Kreuz hat mir besonders gut gefallen. Wir haben viel Praktisches gemacht", sagt sie. Für Andrea ist klar: "Ich möchte auf jeden Fall etwas Soziales machen. Ich will nicht ins Büro." Ihre Mitschülerin Mona Moosmann weiß noch nicht, für welchen Beruf sie sich entscheidet. "Mechatroniker wäre aber gar nichts für mich", gibt sie zu.

Piotr Lachendro war als Gymnasiast am Anfang skeptisch, dass er Ausbildungsberufe kennenlernen soll. "Ich bin aber positiv überrascht, weil man in vielen Bereichen ein Studium machen kann", verrät er. In seinem ersten Workshop informierte er sich über Berufe in der Forstwirtschaft. "Ich bin zwar sozial geprägt, aber ich finde die Möglichkeit gut, auch was anderes kennenzulernen und auszuprobieren", sagt er. Auch der Workshop bei der evangelischen Altenhilfe hat den Zehntklässler überzeugt: "Ich werde dort wahrscheinlich mein Schulpraktikum machen."

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