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St. Georgen J. G. Weisser baut 110 Stellen ab

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Nach dem angekündigten Stellenabbau des Unternehmens im Frühjahr dieses Jahres steht nach längeren Verhandlungen nun fest, dass bei der Firma J. G. Weisser Söhne und ihren momentan 490 Beschäftigten insgesamt 110 Stellen abgebaut werden.

St. Georgen (rtr). Davon werden nun 70 Stellen über einen Sozialplan abgebaut, informiert Robert Rettich, kaufmännischer Geschäftsleiter. Dieser Stellenabbau erfolge dabei in allen Bereichen des Unternehmens. Durch die natürliche Fluktuation seien bereits schon seit Anfang 2020 Stellen abgebaut worden oder würden in den kommenden Monaten noch abgebaut. Dies geschehe durch die Nichtbesetzung dieser frei gewordenen Arbeitsplätze. Darüber informierte die Geschäftsleitung des St. Georgener Werkzeugmaschinenbauers J.G. Weisser Söhne zusammen mit den Arbeitnehmervertretern in mehreren getrennten, mit den Corona-Auflagen konformen, Abteilungsversammlungen seine Mitarbeiter.

Zu den 40 Arbeitsplätzen, die über natürliche Fluktuation gestrichen werden, sollen außerdem bis zu 70 Beschäftigte bis zum Jahresende das Unternehmen verlassen und ab dem 1. Januar 2021 für zwölf Monate in eine Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft als neuen Arbeitgeber wechseln.

Soziale Härten sollen abgefedert werden

Um soziale Härten abzufedern, wurde zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat sowie den Tarifvertragsparteien ein entsprechender Sozialplan ausgehandelt. Basierend auf dem Lebensalter erhalten die ausscheidenden Mitarbeiter eine entsprechend gestaffelte Abfindung. Zusätzliche Leistungen werden für unterhaltsberechtigte Kinder und Schwerbehinderte durch das Unternehmen aufgebracht, erklärt Rettich.

Noch bis Ende November stehe der gesamten Belegschaft die Möglichkeit des Sozialplans offen, um aus dem Unternehmen auszuscheiden und in die besagte Transfergesellschaft zu wechseln. "Dies beruht jedoch auf Gegenseitigkeit, um die organisatorischen Abläufe des Unternehmens sicherzustellen", betont die Geschäftsleitung.

Wenn durch diese Maßnahme der geplante Abbau nicht erreicht werde, solle es Anfang Dezember für die noch abzubauenden Arbeitsplätze unumgängliche Kündigungen geben. Hier werde den Mitarbeitern jedoch zusätzlich das Angebot unterbreitet, in die Transfergesellschaft zu wechseln.

"In vielen Verhandlungsrunden zwischen der Geschäftsleitung, dem Betriebsrat und den Tarifvertragsparteien wurde auf sachlicher und konstruktiver Ebene nach für alle Seiten tragbaren Lösungen gesucht", teilt das Unternehmen mit.

"Die Geschäftsleitung und der Betriebsrat des seit über 160 Jahren bestehenden Unternehmens bedauern es sehr, diesen einschneidenden Schritt nun doch gehen zu müssen, nachdem man im Sommer bewusst diese Maßnahme vorerst verschoben hatte."

Zwar weise das Geschäftsvolumen seit einigen Wochen wieder eine Aufwärtstendenz auf, die Nachfrage sei auch gestiegen, jedoch sei das Geschäftsvolumen noch nicht auf dem Niveau vor dem Konjunktureinbruch.

Der erneute Lockdown tut ein Übriges

"Auch der erneute Lockdown tat ein Übriges dazu, um die generelle Unsicherheit in der Wirtschaft zu verstärken", merkt die Geschäftsführung an. "So war dies mit ein Kriterium, um mit dem aktuell möglichen Weitblick in die Zukunft am Stellenabbau festzuhalten."

Daher sei diese Maßnahme unausweichlich und notwendig geworden, um die Arbeitsplätze für die verbleibenden Beschäftigten für das nächste Jahr zu sichern und auch den Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten. Als weitere, stabilisierende Maßnahme für das Unternehmen verzichte die Belegschaft auch im kommenden Jahr 2021 auf große Teile der Sonderzahlungen.

Das zusammenfassende Zitat der Geschäftsleitung lautet: "Das zwischen den Parteien über mehrere Runden erzielte Ergebnis schafft in dem heutigen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld eine Basis für den Fortbestand des Unternehmens und die verbleibenden Arbeitsplätze."

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