Der Ortsverein stellte sich nach einem Durchhänger neu auf. Die Stellvertreterin ist Julide Kissig, die erst frisch eingetreten ist.
Mit der Wahl einer neuen Führungsriege hat der SPD-Ortsverein Bräunlingen eine leichte Durststrecke überwunden und blickt nun zuversichtlich auf die kommenden zwei Jahre. Das wurde bei der Hauptversammlung in der Tenne deutlich, bei der eine optimistische Aufbruchsstimmung zu spüren war.
Neu an der Spitze des Ortsvereins stehen Ludwig Person als Vorsitzender und das Neumitglied Julide Kissig als seine Stellvertreterin. Der bisherige Vorsitzende, Simon Gawlik, hatte nicht mehr kandidiert. Die Kasse führt weiter Angelika Person, Clemens Fahl sowie Beate Bofinger gehören als Beisitzer zum Vorstand. Die Schriftführung übernimmt der Vorsitzende Ludwig Person.
Krise überwunden
„Ich freue mich, hier in Bräunlingen bei dem sehr engagierten SPD-Ortsverein zu sein“, sagte die SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagsmitglied Derya Türk-Nachbaur und eröffnete damit die Hauptversammlung. Sie lobte die Wiederbelebung der Bräunlinger SPD durch ein neues Vorstandsteam.
Kritische Situation gemeistert
Hintergrund: Nach der vorangegangenen Hauptversammlung stand hinter dem Fortbestand der SPD Bräunlingen ein Fragezeichen. Doch diese kritische Situation wurde nun mit den Neuwahlen überwunden. Eine Neustrukturierung mit anderen SPD-Ortsvereinen der Südbaar soll weitere Stabilität, auch für die Bräunlinger Sozialdemokraten, bringen. Stadtrat Clemens Fahl gab einen kurzen kommunalpolitischen Rückblick aus dem Gemeinderat und erwähnte dabei das Nahwärmenetz, die Stadtsanierung und die Sozialarbeit in Bräunlingen. Fahl lobte den gemeinsamen Wahlprospekt der vier am Bräunlinger Ratstisch sitzenden Gruppen. Für die Kernstadt wird es künftig einen Sitz mehr geben.
Lob für Broschüre
Die Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur ging in einigen Worten auch auf überregionale politische Themen ein und erwähnte dabei die Bauernproteste, die Problematik, wenn drei Parteien mit unterschiedlichen Vorstellungen in einer Koalition das Land führen, und dass Deutschland oft negativ dargestellt werde.
„Die gemeinsame Infobroschüre der CDU, SPD, FDP und Gruppe 84 könnte auch als Modell für andere Gemeinden gelten“, sagte die Kreisvorsitzende. Die vier Parteien und Gruppierungen wollen unter dem Motto „Farbe ist egal, Hauptsache für Bräunlingen“ gemeinsam und auch individuell an Ständen um die Stimmen der Wähler kämpfen.
In dem Prospekt gehen sie auf zahlreiche Themen ein und informieren über kommunalpolitische Kernpunkte. Dazu gehören das Nahwärmenetz, die Stadtsanierung, Familienfreundlichkeit, Wohnen in der Gemeinde, die Wasserversorgung, die Infrastruktur, die Energiewende und die Digitalisierung. Auch den starken Vereinen wird ein Abschnitt gewidmet. „Zusammen sind wir eine starke Stadt und mit starken Stadtteilen“, ist zu lesen.
Plädoyer für Dialog
Unter verschiedenen Farben stellen sich die vier im Gemeinderat vertretenden politische Gruppen FDP (gelb), CDU (blau), Gruppe 84 (orange) und SPD (rot) auch mit eigenen Inhalten vor. Derya Türk-Nachbaur wies auf den immer stärker werdenden Stellenwert der neuen Medien auch bei Wahlen hin. Dies sollten die Wahlkämpfer beachten. Sie bekräftigte, dass in der Politik bis hin zu den Ortsverbänden einzig der Dialog und die Argumente zählen.
Kommunalwahl
Die Kandidaten
Am selben Abend haben die Bräunlinger Sozialdemokraten auch ihre Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl nominiert. Neben den beiden amtierenden Gemeinderäten Peter Ebnet und Clemens Fahl, die die Nominierungsliste anführen, stehen fünf weiteren Kandidaten auf der Liste: Julide Kissig, Beate Bofinger, Ludwig Person, Simon Gawlik und Jörg Bofinger.