Ernst Föttinger hat schon mehrere Projekte dieser Art unterstützt.  Foto: Föttinger Foto: Schwarzwälder Bote

Soziales: Hilfslieferung mit medizinischem Material geht aus Fluorn-Winzeln an ein Krankenhaus in Ghana

Für ein Krankenhausprojekt der Missionsärztlichen Schwestern in Ghana wurde eine komplette OP-Ausstattung von Fluorn-Winzeln aus auf die Reise geschickt.

Fluorn-Winzeln. In einer Umgebung im Nordwesten des Landes Ghana mit schwierigen lokalen Bedingungen ist ein "Family-Hospital" im Aufbau. Dort gibt es nur ab und zu elektrischen Strom, und das Wasser wird immer noch aus Brunnen gepumpt.

Ernst und Verena Föttinger, die seit vielen Jahren in Kontakt mit der als Kinderärztin in Ghana wirkenden Schwester Ursula Maier aus Schramberg sind, die von den Schwierigkeiten berichtete, entschlossen sich, das Projekt zu unterstützen.

Gefragt waren Ausstattung und Inventar, die mit möglichst reparierbarer Technik auch unter einfachen Bedingungen einsetzbar sind. Dies stellte für den ehemaligen Intensiv- und Anästhesiepfleger Ernst Föttinger, der schon mehrere Projekte dieser Art – beispielsweise in Burundi, Äthiopien und Kambodscha – unterstützt hat, wieder eine besondere Herausforderung dar.

Im Laufe der vergangenen Monate beschaffte er deutschlandweit das notwendige Inventar und medizinische Material. Besorgt wurden zum Beispiel ein kompletter Operationstisch mit Zubehör, eine OP-Leuchte und ein Sterilisator, was besonders wichtig für die wiederverwertbaren Instrumente ist.

Wochenlang glichen verschiedene Räume der Familie Föttinger einem Nothospital, denn in ihnen mussten die zahlreichen Instrumente und Materialien sortiert und für den Transport verpackt und beschriftet werden.

Komplette Instrumentensets für verschiedene chirurgische und gynäkologische Eingriffe wurden in Sterilcontainern zusammengestellt.

Die Firma Eisenhut Medizininstrumente aus Spaichingen steuerte fehlende gynäkologische Instrumente ergänzend als Spende bei.

Nun können rund 1000 neuwertige und unbenutzte Instrumente in Ghana in einer der ärmsten Gegenden bald zum Einsatz kommen.

Eine umfangreiche Ausstattung für die Anästhesie und Erste Hilfe machen die Lieferung nahezu komplett: ein Narkosewagen, Blutdruckgeräte, Beatmungsbeutel, Absaugpumpen und wiederverwertbares Anästhesiezubehör. Für den Transport von Kranken und Verletzten kamen eine Vakuummatratze, Luftkammerschienen, Krankentragen und Verbandmaterial dazu.

Für den Ambulanzbereich stellte Föttinger weiter Verbandsstofftrommeln, umfassende Sets für die Wundversorgung und einfache Diagnostik zur Verfügung. Mit dabei ist auch umfangreiches Pflegematerial für eine stationäre Versorgung von Kranken.

Diese Sachspende im Wert von mehreren tausend Euro soll auf direktem Weg den Menschen vor Ort zugute kommen, so meint die Familie Föttinger. Sie brachte das gesamte Material eigenhändig zum Weitertransport ins Krankenhaus Memmingen, von wo aus es in Seecontainer umgelagert wurde.

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