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Sonstige "Hawaii, das ist einfach nicht zu toppen"

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Auch für Gregor Kober war der Zieleinlauf beim XTerra ein ganz besonderes Erlebnis. Foto: Schwarzwälder-Bote

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"Hawaii ist für jeden Sportler immer wieder etwas ganz Besonderes. Das ist einfach ein mega Erlebnis. Das ist nicht zu toppen." Der Mann, der das sagt, ist Gregor Kober aus Calw, ein Multisportler, einer der es wissen muss.

Eigentlich wirkt Gregor Kober ruhig, eher sachlich. Wenn er allerdings auf Hawaii zu sprechen kommt, dann gerät er sofort ins Schwärmen.

Lange Zeit war Gregor Kober Triathlet – und das ein richtig guter. Dass er die besondere Herausforderung liebt, das hat er relativ schnell erkannt und auch ausgelebt.

Viele Ausdauersporter träumen ein Leben lang davon, irgendwann mal dort starten zu können, weit draußen im Pazifischen Ozean, wo der ganz große Triathlonsport zu Hause ist, dort wo die Champions der Champions gekürt werden. Gregor Kober hatte in seiner langen Sportlerkarriere bereits dreimal die Gelegenheit, einen Triathlon auf Hawaii zu absolvieren. "Man vergisst so etwas nie", erinnert er sich noch recht gut an alle seine drei Auftritte.

Kürzlich hatte der Calwer seinen vierten Auftritt auf Hawaii. Zwei Wochen nach der Weltmeisterschaft der Triathleten stand die XTerra Weltmeisterschaft auf dem Plan – ein Triathlon, bei dem die zweite Disziplin nicht auf dem Rennrad absolviert wird, sondern auf dem Mountainbike und bei dem die Frauen und Männer zum Abschluss anstatt der Marathonstrecke über 42,195 Kilometer über gut 10 Kilometer zu Fuß eine Cross-Country-Strecke zu bewältigen haben. Gregor Kober verpasste in der Klasse M50 als Elfter die Top 10 in seiner Altersklasse nur ganz knapp.

"Die XTerra-WM gibt es seit etwa 20 Jahren, ist also gemessen am Triathlon noch relativ neu und noch nicht ganz so bekannt. Für Mountainbiker ist diese Veranstaltung auf Maui natürlich ein unglaubliches Erlebnis", so Gregor Kober.

Qualifiziert für die Weltmeisterschaft auf Hawaii hatte sich der Calwer Ausdauersportler vom Team Radax bei den XTerra-Meisterschaften in Xonrupt-Longemer in den französischen Vogesen mit seinem zweiten Platz in der Klasse M50.

Im Unterschied zum Ironman mussten die 800 Starter (darunter 22 weitere deutsche Teilnehmer) einen Cross-Triathlon eine Strecke von 1,5 Kilometer schwimmend hinter sich bringen, anschließend 32 Mountainbike-Kilometer absolvieren und abschließend einen Traillauf über 10,5 Kilometer bewältigen.

Bei schwüler Hitze mussten die Athleten zuerst gegen meterhohe Wellen und starke Strömungen ankämpfen. "Das kann man sich kaum vorstellen, wenn man das noch nie gesehen oder sogar miterlebt hat. Du bist im Meer – und das ist bei etwa 26 Grad Celsius schön warm", erzählt Gregor Kober. "Es ist schon etwas anders, als beim Triathlon. Man ist da mittendrin im Surferparadies und man muss ein gewisses Feingefühl für diese Wellen bekommen, dann klappt’s ganz gut."

Dabei ist das Schwimmen nicht unbedingt die Stärke von Gregor Kober, der nach einer knappen halben Stunde auf Platz 28 der Klasse M50 liegend wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Es folgte der Ritt auf dem Mountainbike. Die Strecke verlief dabei größtenteils über Singletrails. Unzählige auch ganz enge Kurven schlängelten sich durch den Dschungel. "Unbeschreiblich, ein Traum, da lacht das Herz eines jeden Bikers", schwärmt der Calwer.

In seiner Paradedisziplin, dem Mountainbiking konnte Gregor Kober seine technischen Fähigkeiten voll ausspielen, und damit in der Gesamtwertung insgesamt 157 Plätze gutmachen.

"Mir kam die Streckenführung sehr entgegen, aber man musste voll konzentriert sein und hatte durch die vielen technischen Passagen kaum mal Zeit, um die Füße hoch zu nehmen", so Gregor Kober nach dem Rennen, der mit seiner Radzeit knapp unter zwei Stunden lag und in seiner Altersklasse die sechstbeste Zeit erreicht hatte.

Der abschließende Lauf wurde zu einer enormen Willensprobe – nicht nur für Gregor Kober. Zuerst 5 Kilometer bergauf, am höchsten Punkt um einen schön angelegten See herum. Danach begann der flach abfallende Weg zurück in Richtung Ziel. "Eine nicht leichte, aber eine tolle Strecke", so der Calwer.

Zuvor mussten noch einige umgestürzte Bäume über- oder unterquert werden und morastige Wege umgeben von mannshohen, dichten Elefantengrasfeldern ließen die Beine immer schwerer werden. "Das ist Natur pur", sagt Gregor Kober. Bevor die Zielgerade in Sichtweite kam, verliefen die letzten Meter durch tiefen Pazifik-Sand entlang des Strands. Mit einer Zeit von fast genau dreieinhalb Stunden konnte Gregor Kober glücklich die Ziellinie überqueren, wo ihm der obligatorische Blumenkranz umgehängt wurde. Im Endklassement erreichte er in der Klasse M50 den elften Platz, nur rund sieben Minuten hinter dem Drittplatzierten seiner Altersklasse.

"Sicher, es wäre möglich gewesen, vielleicht noch den einen oder anderen Platz weiter vorne zu landen, aber Platz elf ist absolut okay. Mir war es wichtig, einfach dabei zu sein, diesen XTerra als Sportler mitzumachen. Allein das ist ja schon ein riesen Erlebnis."

"Nach über 20 Jahren und meiner bisher letzten Triathlon-Weltmeisterschaft wollte ich unbedingt noch einmal nach Hawaii. Es war unheimlich anstrengend, aber auch ein tolles Gefühl sich noch einmal mit den Besten der Welt zu messen", so Gregor Kober nach seiner Rückkehr in heimische Gefilde.

So richtig vergleichen, sagt er, könne man den Ironman Triathlon mit der XTerra Weltmeisterschaft nicht. "Es ist und bleibt ein großes Erlebnis. Aber ist schon ein Unterschied, ob du dreieinhalb Stunden unterwegs bist oder zehn."

Ob es eine Fortsetzung im nächsten Jahr oder auch später geben wird ließ er allerdings offen. "Es ist großer Aufwand, das alles zu organisieren und durchzuziehen", sagt Gregor Kober, der wie so viele andere Hobbysportler auch die finanzielle Seite stemmen muss.

Gregor Kober war rund drei Wochen unterwegs. Denn Hawaii, das hat er bei seinen vorherigen Besuchen im Inselparadies im Pazifik selbst festgestellt, bietet viel mehr als Triathlon und XTerra.

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