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Sonstige Greta Arn liebt die "Challenge"

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Greta Arn wagt nach vier Jahren ihr Comeback. Foto: Schwarzwälder-Bote

Mit 38 Jahren will sie noch einmal durchstarten. Und Greta Arn ist bei den 20. Boso Ladies Open Hechingen auf dem besten Weg. Am Dienstag gewann sie ihr Quali-Finale gegen die Usbekin Akgul Amanmuradova, bog nach einem 3:6 im ersten Satz das Match noch mit 6:4/6:2 um und steht nun im Hauptfeld. Es ist das zweite Turnier, das sie bei ihrem inzwischen zweiten Comeback bestreitet.

Beim 25 000-Dollar Turnier in Imola erreichte sie aus der Qualifikation heraus das Halbfinale. Weil die Punkte, die sie dort erzielt hatte, noch nicht ins Wertungssystem der Weltrangliste eingegangen waren, sie aber in Hechingen an den Start gehen wollte, bat sie um eine Wildcard für die Qualifikation.

Weshalb sich Geta Arn das alles überhaupt noch antut? "Mir geht es um die Herausforderung", sagt sie in bestem Schweizerdeutsch. Sie startet zwar für Ungarn, spielte für das Heimatland ihrer Mutter auch im Federations-Cup, hat ihren Lebensmittelpunkt aber seit Jahren in der Schweiz. "Als ich mir von einem Jahr den Finalsieg von Garbiñe Murguruza gegen Serena Williams bei den French Open gesehen habe, hatte ich das Gefühl: Ich muss es noch einmal versuchen. Statt mit 38 Jahren im Büro zu hocken, wollte ich dieses Top-Gefühl, Spiele zu gewinnen, noch einmal haben. Ich genieße jeden Moment." Vor vier Jahren hatte sich von der Tour verabschiedet, um in der Schweiz Innenarchitektur zu studieren. Das Studium hat sie mittlerweile abgeschlossen. Auch das war eine Herausforderung. "Das war für mich auch so eine Challenge. Ich wollte das einfach. Es ist schade, dass Spitzensportler häufig immer noch allein auf ihren Sport reduziert werden."

Nun ist sie zurück und sagt: "Das Gefühl ist besser als je zuvor. Anfangs hatte ich noch bedenken, dass mich dieser Eindruck trügt. Aber das war nicht so. Und wenn man sieht, dass Roger Federer mit 36 Jahren noch Grand-Slam-Turniere gewinnt, bin ich mir sicher, dass ich mitspielen kann." Ein weiteres Beispiel dafür, dass man im fortgeschittenen Tennisalter noch ein erfolgreiches Comeback hinlegen könne, sei die Japanerin Kimiko Date, die mit 39 ein WTA-Turnier für sich entschied. "Egal, wie alt man ist, man muss wissen, was man macht und wie man mit seinem Körper umgehen muss." Und so weiß Greta Arn ganz genau, dass sie nicht nur einfach wieder auf der Tour dabei sein will. "Ich war schon mal die Nummer 36 in der Welt. Mein Ziel ist es, dahin zu kommen, wo ich schon einmal war – auch wenn viele denken, das sei crazy." Ein Jahr will sie sich nun Zeit geben, danach Bilanz ziehen, ob es mit dem Tennis weiter geht, oder sie doch dem Job im Innenarchitektur-Büro den Vorzug gibt.

Acht Wochen Vorbereitung nahm Greta Arn vor ihrer Rückkehr auf sich. "Natürlich reicht das nicht, um vier Jahre aufzuholen. Aber ich bin wettkampffähig", sagt Arn und grinst. Das bekamen in der Quali vor Amanmuradova die 20-jährige Ukrainerin Anastasiya Fedoryshyn und Alice Matteucci (21) aus Italien zu spüren.

"Mich hat geprägt, mit einer Generation von Spielerinnen, wie Sandrine Testud, Arantxa Sanchez oder Jennifer Capriati, aufgewachsen zu sein. Damals wurde mehr gespielt. Als Innenarchitektin würde ich nun sagen: Man muss die Physik verstanden haben." Am Mittwoch trifft Greta Arn wieder auf eine Spielerin aus einer ganz anderen Generation. Nicht vor 16 Uhr bestreitet sie ihr Erstrunden-Match gegen die Österreicherin Julia Grabher – sie ist 21 jahre alt.

 
 

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