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Sonstige Friedemann Hecke – ein 24-Stunden-König

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Friedemann Hecke (Mitte) durfte gleich zweimal auf dem Podest stehen. In der Klasse M55 holte er sich den Sieg. Im Gesamtklassement wurde er überraschend Dritter. Foto: Held Foto: Schwarzwälder Bote

Bei den deutschen Meisterschaften im 24-Stundenlauf in Bottrop gewann der für den VfL Ostelsheim startende Friedemann Hecke die Bronzemedaille. Nebenbei konnte er sich auch als Deutscher Meister der Klasse M55 krönen lassen.

Nach einem wenig erfolgreichen ersten Jahresdrittel konnte Friedemann Hecke ab April sein Trainingsprogramm ohne Rückschläge durchziehen.

Mit rund 1500 Vorbereitungskilometern lag er zwar deutlich am unteren Rand der Ultraspitzenläufer, zwei Drittel des Pensums absolvierte er jedoch auf Distanzen zwischen 30 und 65 Kilometern.

Die Reise nach Bottrop trat der Ostelsheimer mit dem festen Ziel an, in der Altersklasse M55 in die Medaillenränge zu laufen. Entgegen seines Planes, die erste Hälfte ruhig anzugehen, legte der erfahrene Sportler von Beginn an ein zügiges Tempo vor und setzte sich an die zweite Stelle seiner Altersklasse. Betreuer Volker Held hatte sich kurz entschlossen zum gleichzeitig gestarteten Sechs-Stunden-Lauf angemeldet. So liefen die beiden die ersten drei Stunden mit etwa 32 Kilometer gemeinsam. Während Volker Held das Rennen beendete und seine Funktionärstätigkeit aufnahm, lief Hecke annähernd im selben Tempo locker weiter. Nach dem ersten Viertel hatte er bereits unglaubliche 63 Kilometer zurückgelegt und hielt in der Altersklasse mit zwei Runden Rückstand weiterhin seine Position.

Der Lauf fand auf einer 1228 Meter langen abwechslungsreichen, flachen aber unebenen und staubigen Rundstrecke statt. Die Wetterbedingungen waren nahezu ideal. Beim Start mittags um 12 Uhr herrschen etwa 20 Grad und Sonnenschein, nachts sank die Temperatur auf 10 Grad.

Nach 10 Stunden hatte sich der Ostelsheimer in der Gesamtwertung überraschend auf den siebten Platz verbessert. Schon bei Halbzeit um Mitternacht konnte er die Führung in der Klasse M55 übernehmen und lag mit gelaufenen 120 Kilometern auf Platz vier.

Volker Held hatte sich derweil für wenige Stunden zum Schlafen zurückgezogen und staunte nicht schlecht, als er im Liveticker den neuen Zwischenstand erfuhr. Nun begann ein verbissener Kampf um den Sieg in der M55 mit dem Dauerrivalen Bernhard Munz (LG Allgäu). Mehrmals wechselte die Führung. Volker Held gab in jeder Runde die betreffenden Sekunden Vorsprung oder Rückstand an seinen Athleten weiter. Gerade in dieser Phase der nachlassenden Kräfte war mentale Stärke gefragt und die hatte der Ostelsheimer an diesem Tag reichlich.

Zwei Stunden vor dem Ende konnte Friedemann Hecke einen Rundengewinn verbuchen. Nun gab es für weitere Attacken keine Möglichkeit mehr. So liefen die beiden Kontrahenten die restlichen Runden gemeinsam und zeigten neben harter Wettkampfmentalität auch große Kameradschaft, was unter Ultraläufer schon eine sprichwörtliche Tatsache ist.

Mit 217,826 Kilometer siegte Friedemann Hecke und belegte l den Bronzeplatz in der Gesamtwertung. Von der Platzierung her ist dieser Erfolg sehr hoch einzuordnen. In 16 Jahren und 67 Ultraläufen von 50 Kilometer bis zum Sechs-Tage-Lauf im Jahr 2007 hat der Ostelsheimer 7065 Wettkampfkilometer zurückgelegt. Zwar war er vor zehn Jahren als wesentlich jüngerer Läufer noch auf 233,825 Kilometer gekommen, Gesamtdritter einer Meisterschaft wurde er aber noch nie.

Mehrmals war er schon Meister seiner jeweiligen Altersklasse, zuletzt 2017 über sechs Stunden und über 100 Kilometer. Dieses Jahr wurde die Veranstaltung noch von der DUV (Deutsche Ultramarathon Vereinigung) veranstaltet, nächstes Jahr ist geplant, dass der DLV (Deutsche Leichtathletik Verband) die Titelkämpfe unter seine Obhut nimmt.

In die Wertung kamen 130 Männer und 54 Frauen. Mit dabei waren auch die beiden unermüdlichen Ausdauerfreaks Hannelore und Walter Wiedenmann vom Lauftreff Altburg. Walter Wiedenmann hatte am Ende kleinere Probleme und musste seine Ehefrau alleine weiterlaufen lassen. Er erzielte 81,363 Kilometer und wurde Fünfter in der Klasse M70.

Hannelore Wiedenmann lieferte sich bis zuletzt einen großen Kampf um Platz drei in der Klasse W60, der mit 95,201 Kilometern gegenüber 91,342 Kilometer der härtesten Konkurrentin an Ende doch deutlich zugunsten der Altburgerin entschieden wurde, die damit die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen durfte.

 
 

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